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Foto: Studierende auf einer Treppe Aktuelles und Termine

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Kategorie:DoCH

Kooperation mit dem Schauspielhaus Bochum als Teil der Lehre im Department Community Health

Das Department of Community Health der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) baut seine Kooperationen aus und plant gemeinsam mit dem Schauspielhaus Bochum zwei Veranstaltungen zu Rassismus und Gesundheit im Frühjahr 2021. Eigentlich sollte in dieser Woche gemeinsam dem Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit (Ifak e.V.) eine öffentliche Vorführung des Films ‚I Am Not Your Negro‘ mit einer anschließenden Diskussion zu gesundheitlichen Auswirkungen von Rassismus und der gesellschaftlichen Aufgabe von Wissenschaft, Kultur und Sozialer Arbeit in diesem Feld im Schauspielhaus Bochum stattfinden.

Aufgrund des Teil-Lockdowns muss diese Veranstaltung auf Frühjahr 2021 verschoben werden. „Auch wenn diese Filmvorführung zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet, ist sie eingebunden in den Aufruf des Internationale Literaturfestival Berlin (ilb), das für den 10. Dezember, dem Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte, zu einem internationalen Screening des Films in Bildungs- und Kultureinrichtungen aufgerufen hat“, erläuterte Dr. Silke Betscher, Vertretungsprofessorin für Gesundheit und Diversity an der hsg Bochum. Nach Angaben des ilb werden weltweit über 30 Institutionen aus fünf Kontinenten an dem Worldwide Screening teilnehmen.  

„Wir werden auch im Frühjahr die Veranstaltung in unsere Lehre im Studiengang Gesundheit und Diversity integrieren“, so Betscher, die diese Kooperation gemeinsam mit Dr. Christiane Falge, Professorin für Gesundheit und Diversity am Department of Community Health der hsg Bochum, initiiert hat. Ebenfalls im Frühjahr wird es im Schauspielhaus dann auch einen Vortrag mit Dr. Amma Yeboah, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Coach, zu gesundheitlichen Auswirkungen von Rassismus geben.

„Angesicht der schwerwiegenden Effekte, die strukturelle, interpersonale und institutionelle Rassismen auf Menschen, die rassifizierenden Zuschreibenden ausgesetzt sind, haben, ist es wichtig, dass die Studierenden Rassismus nicht nur als gesellschaftsprägendes Phänomen, sondern auch in seinen vielfältigen gesundheitsbezogenen Auswirkungen kennenlernen,“ sagte Betscher zu ihrer Motivation, diese Kooperationsveranstaltung zu organisieren. Auch vor dem Hintergrund einer sehr heterogenen Studierendenschaft sei es wichtig, das Thema Rassismus besprechbar zu machen.

Doch auch jetzt schon findet eine Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus statt. Jana Eiting vom Jungen Schauspielhaus hat für ein in die Lehre von Betscher und Falge integriertes Forschungsprojekt Community Researcher*innen aus ihren Theaterprojekten akquirieren können, die gemeinsam mit den Community Researcher*innen des von Falge aufgebauten Stadtteillabors Hustadt und Studierenden des Studiengangs Gesundheit und Diversity forschen werden. Community Researcher*innen sind Bürger*innen, die von den Wissenschaftler*innen geschult werden und in ihrer Community, also Gruppe, der sie angehören, Forschungen durchführen.

In diesem Online-Semester ist das gemeinsame Forschen vor besondere Herausforderungen gestellt, denn eine Gruppe von über 50 Menschen, die eine Hälfte Studierende, die andere Community-Researcher*innen muss sich zusammenfinden und Vertrauen zueinander aufbauen. Auch hier hilft die Kooperation mit dem Schauspielhaus, in dem Eiting die derzeit laufende Methoden-Schulung mit interaktiven Elementen aus der Theaterpädagogik begleitet. „Unter den Bedingungen von Online-Lehre ist dieses Element von extrem hohem Wert", sagte Betscher und fügte hinzu: "Denn schließlich müssen sich die Community-Researcher*innen in Online-Konferenzen soweit kennenlernen, dass sie ab Mitte Dezember 2020 in Tandems Online-Befragungen durchführen können."

Vertretungsprofessorin Dr. Silke Betscher wirkt an der Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Bochum mit. Foto: Silke Betscher
Vertretungsprofessorin Dr. Silke Betscher wirkt an der Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Bochum mit. Foto: Silke Betscher

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