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Foto: 2 Studierende auf einer Wiese vor der Hochschule Aktuelles und Termine

Online mit Schweizern über Versorgung diskutiert

DAG Pressemitteilung

Der Workshop mit dem Titel 'Logopädische Frühintervention bei Risikokindern: Von der Theorie zur klinischen Praxis', in dem es um die Versorgung von Kindern mit Sprachverzögerungen ging, hat vom 23. bis zum 30. Oktober 2020 in Form eines Online-Workshops stattgefunden.

Er basiert auf einer internationalen Kooperation der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) mit der Schweizer Hochschule für Logopädie Rorschach und des Universitäts-Kinderspitals Zürich. Der Workshop ist Teil der Lehre und war ursprünglich in Präsenz an der hsg Bochum für Mai 2020 geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde er verschoben und als Online-Format angeboten.

Unter der Koordination des Studienbereichs Logopädie der hsg Bochum stellten die beteiligten Wissenschaftlerinnen eine Woche lang ihre Vorträge auf der Lernplattform Moodle ein, so dass auch externe Student*innen und Referent*innen der Schweizer Kooperationspartner zugreifen konnten.

Am 30. Oktober 2020 trafen sich für anderthalb Stunden die Teilnehmer*innen des Workshops im Rahmen einer Online-Konferenz, um die vorgetragenen Themen jeweils mit den Referent*innen in Form eines Online-Speed-Ciricles zu diskutieren.

„Die Versorgung von Kindern mit Sprachverzögerungen im Alter von zwei bis drei Jahren unterscheidet sich in Deutschland und in der Schweiz. Daher ist der internationale Austausch nicht nur auf Tagungen, sondern auch innerhalb der Lehre spannend und wichtig für den theoretischen und wissenschaftlichen Diskurs unserer Student*innen“, erklärte Dr.in Andrea Dohmen, Professorin für Methodologie im Studienbereich Logopädie der hsg Bochum. Sie setzt ihren Schwerpunkt in der Lehre und Forschung auf die Diagnostik und Intervention von Kindern mit sprachlich- und kommunikativen Verzögerungen.

„Ziel des Workshops war es, eine kritische Reflektion der aktuellen Forschungslage und Versorgungspraxis von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen in unterschiedlichen Ländern – am Beispiel Deutschland und Schweiz - mit den Studierenden zu erarbeiten und zu gewinnen. Wir planen bereits jetzt eine Fortsetzung des Workshops zum fachlichen Austausch mit den Schweizer Kolleg*innen und zur Förderung der Vernetzung der Studierenden im Studienbereich Logopädie für das Jahr 2021“, erklärte Andrea Dohmen.

„Der Workshop hat mir die Möglichkeit gegeben, aktuelle Forschungsthemen im Bereich der Frühintervention mit internationalen Student*innen und Dozent*innen zu diskutieren und meinen Horizont zu erweitern. Außerdem konnte ich neue Kontakte knüpfen und so mein berufliches Netzwerk erweitern“, sagte Johanna Coppers, hsg-Studentin der Logopädie im siebten Semester. Sie schreibt ihre Bachelorarbeit über den aktuellen Forschungsstand zur Versorgungssituation von Late Talkern (übersetzt ‚späte Sprecher‘) in Deutschland.

Im Rahmen des Workshops wurden die jeweiligen Versorgungssituationen von Late Talkern in der Schweiz und in Deutschland sowie Forschungsprojekte in Kurzvorträgen vorgestellt. Einige Themen waren bereits im Vorfeld in der Lehre mit den Studierenden vorbereitet worden. So wurden unter anderem Ideen darüber ausgetauscht, wie die Versorgung von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen und ihren Familien verbessert werden kann.

Andrea Dohmen und Silvia Gosewinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studienbereich Logopädie, planen ein Beratungsangebot für Eltern von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen an der hsg Bochum anzubieten.

Das Programm des Workshops ist hier einsehbar.

Online tauschten sich Wissenschaftler*innen und Studierenden der hsg Bochum und der Schweiz über die Forschungslage und Versorgungspraxis von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen aus. Foto: hsg Bochum/Gosewinkel
Online tauschten sich Wissenschaftler*innen und Studierenden der hsg Bochum und der Schweiz über die Forschungslage und Versorgungspraxis von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen aus. Foto: hsg Bochum/Gosewinkel