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12.10.2018

16 Anleiter*innen beenden Zertifikationskurs

Die Teilnehmer*innen des Zertifikationskurses plus das Physiotherapie-Team der hsg Bochum. Foto: hsg

Ein strukturiertes einjähriges Qualifizierungsangebot haben 16 Anleiter*innen der Kooperationspartner-Einrichtungen des Studienbereichs Physiotherapie der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) Ende September 2018 abgeschlossen. Als Anleiter*innen werden Fachkräfte bezeichnet, die Studierende der hsg Bochum in den Kooperationseinrichtungen betreuen. Im Rahmen der Qualifizierung beschäftigten sich die Anleiter*innen vorrangig um die Themenschwerpunkte ‚Lernen im Arbeitsprozess‘, ‚Anleitung von Studierenden‘ und ‚evidenzbasierte Physiotherapie‘.

Prof. Dr. Christian Grüneberg, Leiter des Studienbereichs Physiotherapie, und Marietta Handgraaf, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studienbereich, leiteten den Zertifikatslehrgang mit einem Gesamtumfang von 210 Stunden, der am letzten Septemberwochenende mit einer Podiumsdiskussion endete.

Das Team des Studienbereichs Physiotherapie hatte den Abschluss der Schulung mit der Diskussionsrunde gemeinsam mit den Anleiter*innen inhaltlich unter dem Leitgedanken ‚Qualifizierte Anleitung in der Berufspraxis der Physiotherapie – quo vadis?‘ vorbereitet. In der Gesprächsrunde tauschten sich die Teilnehmer*innen mit extern geladenen Gästen über Aspekte der Qualitätssicherung von Anleitung in der Physiotherapie aus. „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die durch alle Beteiligten hervorragend vorbereitet wurde. Die lebhafte Diskussion um die dringend notwendige Qualifizierung der Anleitung war sehr gewinnbringend und ich möchte allen Beteiligten noch einmal ein großes Kompliment aussprechen“, so Grüneberg.

Zur Diskussionsrunde konnte der Studienbereich Andrea Rädlein (Vorsitzende des deutschen Verbandes für Physiotherapie, ZVK) als Vertreterin der Berufsverbände, Claudia Sassen (Therapieleitung der Physiotherapie im Uniklinikum Essen) als Vertreterin der Therapieleitung, Dirk Rottwinkel (Kaufmännischer Geschäftsführer der Helios Klinik Hattingen GmbH) als Vertreter der kaufmännischen Geschäftsführung, Christoph Biele als Vertreter der Praxisinhaber*innen sowie Malena Joost und Jonathan Stöcker als Vertreter*innen der Studierenden des Studiengangs Physiotherapie der hsg Bochum begrüßen.  
In der Gesprächsrunde wurde unter anderem über die Motivation der Anleiter*innen gesprochen sowie über die notwendigen Rahmenbedingungen der Anleitung.

„In der Diskussion waren sich am Ende alle Anwesenden einig, dass während der praktischen Studienphasen qualifizierte Anleitung benötigt wird und eine fundierte Förderung von Studierenden in ihrer Kompetenzentwicklung komplex ist. Es ist unstrittig, dass Anleitung in einer Neuordnung des Physiotherapiegesetzes verankert werden muss“, erklärte Marietta Handgraaf.

So wurde in der Diskussion konkret davon gesprochen, dass in einem Umfang von mindestens zehn Prozent Praxisanleitung während der zu leistenden praktischen Ausbildungszeit von Physiotherapeut*innen in das Berufsgesetz der Physiotherapie verankert werden sollte – bei einem Verhältnis von einer*einem Anleiter*in zu maximal zwei Studierenden. „Diese Zahl wurde offensichtlich von den Diskussionsgästen, Studierenden und den Anleiter*innen eindeutig zustimmend beraten. Uneinigkeit herrschte über eine feste Verankerung von 200 Stunden Nachqualifizierung für Anleiter*innen. Die Anleiter*innen forderten feste Zeitkontingente für Anleitung sowie eine bezahlte Nachqualifizierung während der Arbeitszeit“, fasste Handgraaf Punkte der Diskussion zusammen.

„Durch den einjährigen Zertifikatskurs der hsg Bochum und die abschließende Diskussionsrunde konnte ein Beitrag zum Fortschritt auf dem Weg zur Implementierung von Anleitung in der Physiotherapie geleistet werden“, erklärte Grüneberg und fügte hinzu: „Besonderer Dank gilt dabei den Teilnehmer*innen des ersten Zertifikatskurses ‚Anleitung in der Physiotherapie‘. Sie haben sowohl den Kurs als auch die abschließende Diskussionsrunde durch ihr hohes Maß an Engagement, Eigeninitiative und Motivation aktiv mitgestaltet und die Bedarfe und notwendigen Veränderungen der physiotherapeutischen Versorgung hervorragend vertreten.“

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