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10.02.2017

Beruflich Qualifizierte erhalten Zertifikate

Projektkoordinatorinnen Dr. Juliane Mühlhaus (oben rechts) und Sarah Görlich (oben 3. v.l.) mit Dozentin Dr. Hazel Roddam (2. v.r. mittlere Reihe), Mentorin Dr. Johanna Bebout (oben links) und den Teilnehmer*innen des ersten Zertifikatsmoduls „Principles of Evidence Based Practice in Speech and Language Therapy“.
Dozent Prof. Dr. Thomas Hering (im Bild rechts oben) und Mentorin Jana Zimmermann (links oben) mit den Teilnehmer*innen zum Start des zweiten Zertifikatsmoduls „Forschungsmethoden in der Logopädie“.
Projektkoordinatorin Carola Peters (2. v.r. hintere Reihe), Dozent Prof. Dr. phil. André Posenau (unten links) und Mentorin Christina Guedes Correia (2. v.r. mittlere Reihe) mit den Teilnehmer*innen des ersten Zertifikatsmoduls „Klientenorientierte und interprofessionelle Kommunikation“ an der hsg.
Projektkoordinatorin Carola Peters (links im Bild), Dozentin Melanie Schellhoff (2. v.l.) und Mentorin Anna-Lena Baumann (3. v.l.) mit den Teilnehmer*innen des zweiten Zertifikatsmoduls „Praxisanleitung und Mentoring“ an der hsg.
Projektkoordinatorin Juliane Mühlhaus (5. v.r.), Dozentin Prof. Dr. Hilke Hansen (3. v.l.) und Mentorin Jana Zimmermann (2. v.r.) mit den Teilnehmer*innen zum Abschluss des zweiten Zertifikatsmoduls „Forschungsmethoden in der Logopädie“ an der hsg. Fotos: hsg

Die Hochschule für Gesundheit (hsg) hat vom 12. März 2016 bis Ende Januar 2017 vier Zertifikatsmodule im Verbundprojekt ‚Aufbau berufsbegleitender Studiengänge in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften (PuG)‘ angeboten. Wer teilnahm und eines der vier Module mit einer Prüfungsleistung erfolgreich abgeschlossen hatte, erhielt ein hsg-Zertifikat.  

Die Erprobung der Module ist Teil des Aufbaus eines weiterbildenden Masterstudiengangs ‚Evidenzbasierte Logopädie‘ und eines Studiengangs im Bereich Pflege für beruflich Qualifizierte. In den angebotenen, berufsbegleitenden Zertifikatsmodulen konnten Teilnehmende ihr Wissen und ihre Kompetenzen durch eine flexible Studienstruktur erweitern und vertiefen. „Die Module sind durch internetgestützte Selbstlern- und Projektphasen sowie durch eine geringe Anzahl an Präsenztagen speziell für die Bedarfe Berufstätiger konzipiert worden“, erklärte Sarah Görlich, wissenschaftliche Mitarbeiterin im PuG-Projekt.

Die beiden ersten Zertifikatsmodule ‚Principles of Evidence-Based Practice in Speech and Language Therapy‘ und ‚Klientenorientierte und interprofessionelle Kommunikation‘ bildeten den Auftakt. Mit den zweiten Zertifikatsmodulen ‚Forschungsmethoden in der Logopädie‘ und ‚Praxisanleitung und Mentoring‘ endete schließlich im Januar 2017 die Erprobung der Module in der ersten Projektphase.

„Im Sinne des lebenslangen Lernens sind auch über den Modulzeitraum hinaus bei den Teilnehmenden der in der Logopädie angebotenen Module weitere Projektideen entstanden“, sagte Dr. Juliane Mühlhaus, wissenschaftliche Mitarbeiterin im PuG-Projekt, und berichtet weiter: „So gründeten Teilnehmende des Moduls ‚Principles of Evidence-Based Practice in Speech and Language Therapy‘ einen Journal Club und verfassten einen Beitrag für die Fachzeitschrift Forum Logopädie (Märzausgabe), in dem sie zur Diskussion anregen möchten, wie evidenzbasierte Praxis, also wissenschaftlich fundiertes Handeln im Berufsfeld, im sprachtherapeutischen Berufsalltag aussehen könnte.“

Im Modul ‚Forschungsmethoden in der Logopädie‘ vertieften die Teilnehmenden ihre Kompetenzen sowohl im quantitativen als auch qualitativen Bereich. Hierzu setzten sie sich unter anderem mit dem Einsatz unterschiedlicher Methoden in der Sozialforschung kritisch auseinander. Die Teilnehmer*innen bearbeiteten Fragstellungen, die auf theoretischen Grundlagen und ihrer Anwendung in der Praxis basierten. Zum Abschluss des Moduls präsentierten einige Teilnehmer*innen eine qualitative Untersuchung ihrer bearbeiteten Fragestellung oder eine konzipierte Studie.

„Die Teilnehmenden des in der Pflege angebotenen Moduls ‚Klientenorientierte und interprofessionelle Kommunikation‘ hatten sich den Leitsatz ‚Non scholae, sed vitae discimus‘ (‚Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir‘) zum Vorbild genommen. Für den Theorie-Praxis-Transfer wurden Fragen aus der täglichen Praxis identifiziert und geprüft, ob es in der Theorie erklärende Ansätze gibt“, sagte Carola Peters, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Pflege und im PuG-Projekt. Die Ergebnisse der theoriegeleiteten Beobachtungen im eigenen Berufsumfeld seien abschließend von den Teilnehmenden präsentiert worden. „Im Modul ‚Praxisanleitung und Mentoring‘ erprobten und evaluierten die Teilnehmer*innen im Simulationstraining mit Videoaufzeichnung ihre Handlungen. Später entwarfen sie Konzepte für Lehr-Lernsituationen, die in den individuell unterschiedlichen Arbeitsumfeldern angewendet werden können“, so Peters.

In einem nächsten Projektschritt werden die Erprobungsmodule vom PuG-Projektteam an der hsg evaluiert. Mit Unterstützung des Querschnittsbereiches ‚Qualitätsmanagement und Zielgruppenorientierung‘ des Verbundpartners, der Universität Oldenburg, sollen Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der geplanten Studiengänge erarbeitet werden. „Im Rahmen des Projektes sind weitere Erprobungsmodule in den beiden zu entwickelnden Weiterbildungsstudiengängen geplant“, sagte Sarah Görlich.

Nähere Informationen zu dem Projekt und den geplanten Studiengängen erhalten Sie hier.

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