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30.01.2018

Digitalminister Pinkwart besucht hsg

Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Bildmitte) stellt Fragen zu den Anwendungen, die ihm im DiPS-Lab am Maptable gezeigt werden.
Der Maptable selbst bietet die Möglichkeit, Daten interaktiv zu nutzen.
Prof. Dr. Nicola Bauer (rechts im Bild) stellt dem Digitalminister den Neugeborenen-Simulator vor, der realistische Eigenschaften eines deprimierten Neugeborenen simulieren kann. hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs (im Bild links) und Minister Pinkwart können Atmung und Herzschlag des Babys sehen.
Der Minister wurde im Quartierstreff des Departments of Community Health von hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs empfangen. Der Raum wird genutzt, um mit Menschen aus Quartieren zusammenzuarbeiten und mit Studierenden Formen der quartiersbezogenen gesundheitlichen Versorgung und Gesundheitsförderung zu erproben.
Im Audiometrie-Raum der hsg erläuterte Prof. Dr. Kerstin Bilda das Forschungsprojekt ‚Train2Hear‘ als ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit der hsg mit der Wirtschaft.
Dorothee Hinsen (rechts im Bild), die an der hsg zunächst ihren Bachelor-Abschluss im Fachgebiet Logopädie und dann einen Master-Abschluss gemacht hatte, wirkt jetzt als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt ‚Train2Hear‘ mit. Fotos: hsg

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, nordrhein-westfälischer Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, hat sich bei seinem Besuch der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum am 29. Januar 2018  erfreut gezeigt, „das fertig zu sehen, was wir gemeinsam geplant haben. Es ist ein schöner Campus geworden“.

Im Mai 2009 hatte die Landesregierung auf Grundlage einer Expertenkommission entschieden, den Sitz des Gesundheitscampus NRW in Bochum zu etablieren und dort als zentralen Bestandteil die bundesweit erste Fachhochschule für Gesundheitsberufe zu errichten. Ziel war es, Nordrhein-Westfalen zu einer führenden Gesundheitsregion in Europa zu machen. Andreas Pinkwart gehört als damaliger Wissenschaftsminister zu den Gründungsvätern der Hochschule.

„Der digitale Wandel, der die ganze Gesellschaft betrifft, wirkt sich auf die Lehre, die Forschung, die Gesundheitswissenschaft und das ganze Gesundheitssystem aus. Die Chancen, die daraus erwachsen, möchten wir als junge Hochschule nutzen, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern“, erklärte hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs und fügte hinzu: „Wir haben dem Minister einen Eindruck davon verschaffen können, welche Rolle die Digitalisierung an der hsg in der Lehre und Forschung spielt und wie die Zusammenarbeit hier auf dem Gesundheitscampus sowie mit der Wirtschaft aussieht.“

Im so genannten DiPS_Lab, also im Labor für digitale Methoden der partizipativen Sozialraumanalyse der hsg, erläuterte Prof. Dr. Heike Köckler, Professorin für Sozialraum und Gesundheit der hsg, dem Politiker, welche digitalen Methoden in der Forschung und Lehre an der Hochschule eingesetzt werden. Im DiPS_Lab können Informationen über die individuelle Wahrnehmung von Räumen verknüpft und visualisiert werden. Köckler: „Beispielhaft haben wir dem Minister ein Projekt zur gesundheitsfördernden Stadtentwicklung auf dem Maptable gezeigt, der eine interaktive Nutzung der Daten ermöglicht.“

„Gesundheit hängt unmittelbar mit guten Lebens- und Umfeld-Bedingungen zusammen. Verschiedenste Einflüsse, wie zum Beispiel Lärm, können uns auf Dauer gefährden. Die Beeinträchtigungen besser identifizieren zu können, um sie abzustellen, gehört für mich zur prophylaktischen Gesundheitsvorsorge“, sagte der Minister nach der Besichtigung des DiPS-Labs.
 
Prof. Dr. Nicola Bauer, Leiterin des Studienbereichs Hebammenwissenschaft, stellte aus ihrem Fachbereich das Forschungsprojekt HebAB.NRW vor, in dessen Rahmen ab Februar 2018 alle Hebammen in NRW sowie etwa 3000 Mütter befragt werden. Zudem präsentierte sie einen Neugeborenen-Simulator, der realistische Eigenschaften eines deprimierten Neugeborenen simulieren kann und im Bachelor-Studiengang Hebammenkunde für Trainings von Notfallsituationen eingesetzt wird.

Das Forschungsprojekt ‚Train2Hear – Teletherapie bei Hörstörungen mittels adaptiver Trainingsmodule‘ wurde dem Wirtschaftsminister als ein Beispiel für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft vorgestellt. In diesem Projekt entwickelt und erprobt die hsg seit März 2017 in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Klinikum Bochum (St. Elisabeth-Hospital), der Ruhr-Universität Bochum, der Q2Web GmbH und der Kampmann Hörsysteme GmbH ein digitales individualisiertes Hörtraining für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen. Das Projekt unter der Konsortialführung von Prof. Dr. Kerstin Bilda, Vize-Präsidentin für den Bereich Forschung an der hsg, wird über den Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW des Landes NRW mit rund 500.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bis Ende Februar 2020 gefördert.

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