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30.05.2019

Interprofessionelle Fallbesprechung ist Teil des Lehrplans

Am ersten Tag der interprofessionellen Blockveranstaltung wurde beispielhaft über den Fall einer aus Syrien geflüchteten 27-jährigen Frau gesprochen, die von einer Frauenärztin erfährt, dass sie die ‚Zuckerkrankheit‘ hat.
Auf dem Podium der Fallbesprechung standen als hsg-Expert*innen zur Verfügung (im Bild v.l.n.r.): Prof. Dr. Christina Groll (Physiotherapie), Dr. Ismail Özlü (Pflege), Prof. Dr. Ute Lange (Hebammenkunde) und Dr. Renée Oltman (Ergotherapie). Prof. Dr. André Posenau (Bildmitte) moderierte die Veranstaltung. Fotos: hsg

225 Studierende der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) sind am 20. Mai 2019 zum Start einer interprofessionellen Blockveranstaltung im Audimax der hsg Bochum auf dem Gesundheitscampus NRW zusammengekommen. Zum ersten Mal fand diese Veranstaltung, an der hsg-Studierende der Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Hebammenkunde und Pflege sowie Medizin-Studierende der RUB teilnahmen, als eine interprofessionelle Blockveranstaltung im Rahmen eines regulären Moduls der hsg-Studiengänge statt.

Solche interprofessionellen Lehrveranstaltungen hatten die hsg Bochum und RUB bereits seit einigen Jahren erfolgreich erprobt. Im Rahmen des von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projektes ‚Interprofessionelles Handeln im Gesundheitswesen‘ (IPHiGen) standen bereits von 2014 bis 2018 die Kommunikationsfähigkeit und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit in einem multiprofessionellen Team im Gesundheitsbereich im Mittelpunkt. Neu ist nun, dass dieses Modul in den genannten hsg-Studiengängen ab sofort zum normalen Lehrplan des sechsten Semesters gehört.

Studierende der Bachelor-Studiengänge Ergotherapie, Logopädie, Hebammenkunde, Pflege und Physiotherapie der hsg Bochum zusammen mit RUB-Studierenden der Medizin lernen somit bereits im Studium in multiprofessionellen Teams und bereiten sich so praxisnah auf die Herausforderungen der modernen Gesundheitsversorgung vor.

„Das wesentliche Ziel der curricularen Verankerung aus dem Projekt IPHiGen haben wir erreicht und nutzen damit den Vorteil am Standort Bochum, dass die Gesundheitsfachberufe und die Medizin in direkter Nachbarschaft studiert werden können. Über die Kooperation mit der Medizin hinaus bearbeiteten im weiteren Verlauf der Woche die Studierenden der Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Hebammenkunde und Pflege gemeinsam Fälle“, sagte Dr. Sven Dieterich, Professor für Gesundheitswissenschaften an der hsg Bochum, der das Projekt IPHiGen2.0 von Seiten der hsg Bochum geleitet hatte.

In den gemeinsamen Fallbesprechungen ging es zum Beispiel darum, in mehreren Kleingruppen ein Konzept für ein gemeinsames Informations- und Aufklärungsgespräch für eine*n fiktive*n Klinik-Patient*in zu erstellen. In den multiprofessionellen Teams wurden Versorgungsziele und das weitere Vorgehen aus Sicht einer jeden Profession besprochen.

Dr. André Posenau, Professor für interprofessionelle Kommunikation in Pflege- und Gesundheitsfachberufen der hsg Bochum und verantwortlich für das Modul, erläuterte: „Wir haben in den letzten Jahren viele Erfahrungen gesammelt, wie wir am besten das Wissen der Tätigkeitsbereiche und Kompetenzen der unterschiedlichen Berufsgruppen vermitteln können und wie wir zu einer optimierten gemeinsamen Entscheidungsfindung kommen können, um die Versorgung in unterschiedlichen Bereichen zu optimieren.“

Zum Abschluss der interprofessionellen Blockveranstaltung feierten Studierende und Lehrende auf der Terrasse der hsg Bochum ein kleines Sommerfest.

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