Startseite - Hochschule für Gesundheit

24.11.2017

Interprofessionelles Gesundheitszentrum gegründet

An der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum werden in einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung hochschulische Aufgaben der Lehre und Forschung mit Angeboten zur Gesundheitsversorgung kombiniert. Um dieses Vorhaben kümmert sich das neue Interprofessionelle Gesundheitszentrum (InGe). Das InGe, das durch einen Beschluss des Präsidiums zum November 2017 an der hsg gegründet wurde, hat seit dem 22. November 2017 nun auch einen gewählten Vorstand. Er besteht aus den hsg-Professor*innen  Dr. Sandra Bachmann (Professorin im Department für Pflegewissenschaft), Dr. Wolfgang Deiters (Professor für Gesundheitstechnologien am Department of Community Health) und Dr. Christian Grüneberg (Professor im Studienbereich Physiotherapie) sowie Silvia Gosewinkel als Vertreterin der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen.

Das Zentrum hat das Ziel, die Angebote zur Gesundheitsversorgung interprofessionell zu konzipieren und auch gemeinsame Veranstaltungen mit Kooperationspartnern der hsg oder anderen relevanten Akteuren der Gesundheitsversorgung zu planen. Außerdem sollen Teile der Lehr- und Forschungsambulanz (LuFa) im Interprofessionellen Gesundheitszentrum fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Die in der LuFa etablierten Strukturen und Konzepte bleiben dabei erhalten, neue Konzepte und Ansätze kommen hinzu. Ein Ausschuss unter der Leitung von Prof. Dr. Sandra Bachmann hatte die Gründung des Zentrums an der hsg vorbereitet.

Das neue InGe soll im Bereich der Lehre Studierenden ermöglichen, in den Bereichen Beratung, Behandlung oder auch Diagnose praktische Erfahrungen zu sammeln. Daneben sollen durch Lehrende und Studierende gemeinsam neue Konzepte zur Diagnose, Therapie und Versorgung entwickelt, erprobt, validiert und evaluiert werden.

Außerdem sollen Forschungsprojekte im Zentrum über längere Zeiträume und unter günstigen Bedingungen durchgeführt werden können. Forschungsergebnisse können dann unmittelbar in die Praxis einfließen.

Das InGe hat weiterhin zum Ziel, Angebote zur Gesundheitsversorgung in der Region breitzustellen und innovative Versorgungsansätze, die noch nicht zur Regelversorgung gehören, weiterzuentwickeln. Hierbei sollen die Angebote an bestehende Angebote im Ruhrgebiet anschließen, aber auch gezielt bestehende Lücken in der Versorgung schließen.

Seit dem Start der hsg wurden und werden in der LuFA des Studiengangs Logopädie Klient*innen oder Proband*innen versorgt, die die Lehre und Forschung der hsg unterstützen wollen, indem sie sich bereit erklären, dass ihre Behandlung Gegenstand von theoretischen und/oder praktischen Lehrveranstaltungen oder Forschungsprojekten ist, an denen Studierende teilnehmen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Klient*innen oder Proband*innen, die im Rahmen der üblichen Versorgungsstrukturen, also in Praxen oder Kliniken, nicht anzutreffen wären, weil sie zum Beispiel keine Verordnungen oder Folgeverordnung für eine Behandlung durch ihren Arzt erhalten haben. Mit Hilfe dieser Personen können Logopädie-Studierende in der LuFA an internen Praxisphasen an der hsg teilnehmen.

Seit dem Wintersemester 2016/2017 wurden bis heute in der LuFA und ab jetzt im InGe mehr als 350 Patient*innen, Klient*innen und Schwangere in verschiedenen Projekten versorgt. Das Themenspektrum reicht bei den InGe-Projekten mittlerweile vom Aufbau eines Patienteninformationszentrums für interessierte Bürger*innen über die Entwicklung eines Rückbildungsgymnastikkurses, einer Venentrainingsgruppe für Patient*innen mit Venenleiden und einer Eltern-Kind-Gruppe bis hin zum Angebot evidenzbasierter Diagnostik und Modelltherapie im Bereich der Logopädie. In der Modelltherapie werden aktuelle oder neu entwickelte Therapiekonzepte und -methoden beispielhaft in Bezug auf ihre Durchführbarkeit und Wirksamkeit erprobt.

Diese Seite Diese Seite Drucken Drucken  //  Seitenanfang Seitenanfang