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13.03.2018

Leise und laute Orte in Bochum-Wattenscheid

Die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum hat bis Mitte März 2018 Menschen gesucht, die sich an einer Lärm-Studie beteiligen. Wer in Bochum-Wattenscheid wohnt, arbeitet oder seine Freizeit verbringt und Lust hatte, mitzumachen, konnte an einer Online-Umfrage zum Thema Lärm mitmachen. Die Umfrage ist jetzt abgeschlossen.

Prof. Dr. Heike Köckler, hsg-Professorin für Sozialraum und Gesundheit, und Daniel Simon, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der hsg, entwickeln digitale Methoden, mit denen sie Menschen zu ihren Lebenswelten befragen können. Interessierte konnten schnell und einfach mitwirken. Beide Wissenschaftler*innen des Departments of Community Health beschäftigen sich vornehmlich mit Fragestellungen zu umweltbezogener Gerechtigkeit und Verfahrensgerechtigkeit sowie den Möglichkeiten einer gesundheitsfördernden Stadtplanung. Die Umfrageergebnisse werden von der hsg mit der Stadtverwaltung diskutiert. Darüber hinaus bot das Projekt ‚DiPS_Lärm‘ der hsg den Wattenscheidern eine Chance, sich in aktuelle Stadtentwicklungsprozesse einzubringen. Denn Lärm ist aus gesundheitlicher Sicht ein nicht zu unterschätzender Faktor und der Schutz vor Lärm gehört zu den Aufgaben von Stadtentwicklung und Umweltschutz.

„Intuitiv meiden wir Gebiete deren Geräusche uns unangenehm vorkommen. An ruhigeren Orten oder an Orten mit naturnahen Klängen halten wir uns hingegen gerne länger auf. Städte sollten also, wenn sie das Ziel haben, eine lebenswerte Stadt zu sein, an lauten Orten den Lärm vermindern und anders herum ruhige Orte bewahren. Die Ergebnisse der Studie werden wir dann später natürlich auch der Stadt Bochum zur Verfügung stellen“, erklärte Heike Köckler und fügte hinzu, dass vor diesem Hintergrund Teilnehmer*innen einen wertvollen Beitrag leisteten, ihre Stadt „ein kleines bisschen lebenswerter zu machen“.

Teilnehmer*innen konnten auf dem Smartphone oder am PC Orte auf einer Karte markieren und beschreiben, die sie als besonders laut oder ruhig empfinden. Simon: „Wenn uns die Daten vorliegen, werden wir auch vergleichen, inwiefern die konkreten Berechnungen des Lärms in Wattenscheid mit den Wahrnehmungen der Bürger*innen zum Thema Lärm übereinstimmen.“

Heike Köckler erklärte, warum aus ihrer Sicht die Nutzung digitaler Formen der Beteiligung ein wichtiger Ansatz für eine ausgewogene Stadtentwicklung ist: „Indem Menschen digital, also ortsunabhängig ihre Meinung zu einem bestimmten Thema äußern können, wird die Teilnahme insbesondere für solche Menschen vereinfacht, die sich sonst vielleicht nicht mit derartigen Fragestellungen befassen. Niemand kennt seine Stadt, den Lebensort, besser als diejenigen, die dort leben. Mit digitalen  Umfragen können viele einfach mitmachen.“

Hier sind weitere Informationen zu finden.


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