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14.02.2019

Mangel an Lehrenden in Pflegefachschulen begegnen

Neuer Master-Studiengang im Bereich Pflege an der hsg Bochum

hsg-Pflege-Studierende arbeiten hier im Rahmen ihrer Selbstlernzeit mit einem Modell. Foto: hsg Bochum/ Jürgen Nobel

Ab dem Wintersemester 2019/2020 wird die Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) erstmals den Master-Studiengang ‚Bildung im Gesundheitswesen – Fachrichtung Pflege‘ anbieten. Pflegekräfte mit einschlägigem ersten Studienabschluss (Bachelor oder Diplom) mit einer pflege-pädagogischen Ausrichtung oder verwandten Bereichen, mit einer Gesamtnote von mindestens "gut" und mit einer abgeschlossenen beruflichen Erstausbildung in der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege, Entbindungspflege oder Altenpflege sowie ausreichenden Deutschkenntnissen können sich ab Juni 2019 im Online-Portal der hsg Bochum registrieren.  

Mit diesem Master-Studiengang reagiert die hsg Bochum auf den steigenden Bedarf an qualifizierten Lehrenden an Pflegefachschulen. „Da wir seit der Gründung der hsg Bochum die Akademisierung der Pflege weitervorantreiben, haben wir im Department für Pflegewissenschaft der Hochschule bereits jetzt einen Ort der Lehrkompetenz sowie Forschung im Bereich der Pflege geschaffen. Mit der Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen etablieren wir diesen neuen Studiengang in Kooperation mit der Fachhochschule Münster an der hsg Bochum“, erklärte Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der hsg Bochum.

In dem viersemestrigen Master-Studiengang wird pflegepädagogische Fachkompetenz mit pflegedidaktischer Handlungskompetenz kombiniert. Die Lehre orientiert sich dabei klar an den Aufgaben der Praxis. „Dieser Studiengang ist über die Fachhochschule Münster systemakkreditiert und wir wissen, dass er sich in der Praxis bereits bewährt hat“, fügte Prof. Dr. Markus Zimmermann, Dekan des Departments für Pflegewissenschaft der hsg Bochum, hinzu. Der Vollzeitstudiengang habe eine Regelstudienzeit von vier Semestern.  

Bewerber*innen ohne einschlägigen pädagogischen Bachelor-Abschluss haben die Möglichkeit, innerhalb von zwei Semestern die fehlenden Modulinhalte an der hsg Bochum nachzuholen. Zimmermann: „Auf diese Chance möchten wir ausdrücklich hinweisen. Absolvent*innen eines primärqualifizierenden Bachelor-Studiengangs Pflege, wie wir ihn seit dem Wintersemester 2010/2011 anbieten, können in zwei Semestern hier bei uns ihre pädagogischen Kenntnisse im Rahmen des Studiengangs ergänzen und somit den Master-Abschluss nach insgesamt sechs Semestern machen. Dies dürfte auch für einige Beschäftigte unserer kooperierenden Einrichtungen spannend sein.“ 

Absolvent*innen des Master-Studiengangs können in verschiedenen Tätigkeitsfeldern arbeiten – zum Beispiel als Pflege-Lehrende in Kliniken, Gemeinden, an Fachschulen, Pflegeschulen und weiteren Bildungseinrichtungen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung des Gesundheitswesens. Darüber hinaus sind sie für Handlungsfelder der Schulentwicklung oder Qualitätssicherung qualifiziert. Der Master-Abschluss bietet Perspektiven zur weiterführenden akademischen Qualifizierung für wissenschaftliche Forschungsfelder im nationalen und internationalen Bildungsraum.

Dieser Master-Studiengang endet mit dem Abschluss ‚Master of Arts‘. Er ist zulassungsfrei, demnach nicht mit einem Numerus Clausus (NC) versehen. Studieninteressierte haben unter anderem einen ersten einschlägigen Studienabschluss mit der Mindestnote von 2,5 vorzuweisen. Über die geltenden Studienvoraussetzungen wird auf den Internetseiten der hsg Bochum ausführlich informiert. Interessierte können sich ab Juni 2019 über das Online-Portal der hsg Bochum registrieren. Im August 2019 können sich die registrieren Studienbewerber*innen dann persönlich an der Hochschule einschreiben, hierzu werden sie im weiteren Verlauf separat eingeladen.

Eine 29-jährige Studentin, die den Studiengang an der FH Münster studiert, sagte: „Ich habe den Studiengang ‚Bildung im Gesundheitswesen – Fachrichtung Pflege‘ gewählt, um künftig qualifiziertes Personal in der Gesundheits- und Krankenpflege auszubilden, welches neben einer adäquaten, empathischen und individuellen Pflege, eine wissenschaftliche Expertise mit in den Beruf bringt. Das Lesen und Verstehen von Studien sollte im Pflegeberuf ebenso forciert werden, wie ein fachmännischer Verbandswechsel. Das Studium hat mich darauf vorbereitet, kompetenzorientierte Unterrichtskonzepte zu entwerfen, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Qualität in der Lehre führt zu Qualität in der Pflege!“

Interessierte können das Beratungsangbot der Zentralen Studienberatung nutzen.

Informationen über den Master-Studiengang finden Sie auf der hsg-Homepage hier und über den Ablauf der Bewerbungen hier.

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