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12.07.2018

Menschen aus den beforschten Lebensbereichen miteinbeziehen

Prof. Dr. Ute Lange, Leiterin des Studienbereichs Hebammenwissenschaft der hsg Bochum. Foto: hsg

In einer Inhouse-Fortbildung an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) haben sich rund zwanzig interessierte hsg-Wissenschaftler*innen Anfang Juli 2018 das Thema ‚Partizipative Gesundheitsforschung‘ näherbringen lassen. In diesem wissenschaftlichen Ansatz soll im Forschungsprozess eine weitmöglichste Mitgestaltung derjenigen Menschen erreicht werden, deren Fragestellungen Gegenstand der Untersuchung sind.

Der Forschungsschwerpunkt ‚Kultur und Gesundheit‘ des Instituts für Angewandte Gesundheitsforschung (IAG) der hsg Bochum hatte zu diesem Thema den Referenten Dr. Michael Wright, Professor für empirische Sozialforschung an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und Sprecher des Netzwerk Partizipative Gesundheitsforschung (partnet), eingeladen.

„Partizipative Forschungsansätze erlangen zunehmend an Bedeutung“, erklärte Prof. Dr. Ute Lange aus dem Studienbereich Hebammenwissenschaft der hsg Bochum, die die Fortbildung beantragt und organisiert hatte. Lange: „Wir waren an neuen Ideen und Modellen interessiert, wie Personen und Gruppen in den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn einbezogen werden können. Die Partizipative Forschung ist eng mit den Konzepten der Lebenswelt und Kultur von Menschen verbunden und findet in Forschungsfeldern Eingang, in denen die Perspektiven der Beteiligten wichtig sind und gesundheitliche Chancengleichheit erreicht werden soll. Wissenschaftler*innen haben in einem solchen Prozess eine andere Rolle gegenüber den Beforschten und reflektieren kontinuierlich die Machtverhältnisse aller Beteiligten. Ziel ist, einen weitmöglichst partnerschaftlich gestalteten Forschungsprozess zu durchlaufen. Dies bringt unter anderem neue Fragen auch zur Forschungsethik hervor, die dringend diskutiert werden müssen.“

Die Inhouse-Fortbildung sollte zudem forschenden Mitarbeiter*innen der hsg Bochum eine gemeinsame Diskussionsgrundlage in Bezug auf das Thema der Partizipativen Forschung bieten. „Dieser inhaltliche Austausch führt häufig auch zu gemeinsamen Forschungsansätzen und das ist ja ausdrücklich erwünscht“, so Ute Lange.

Das Institut für Angewandte Gesundheitsforschung (IAG) der hsg Bochum fördert den fachlichen Austausch und die Vernetzung der Wissenschaftler*innen der Hochschule durch wissenschaftliche Workshops und Fachtagungen, um die Forschung der hsg Bochum zu profilieren und zu stärken.

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