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22.06.2018

Studierende und Lehrende der Physiotherapie nehmen an Internationaler Fachtagung in Finnland teil

Die Studierenden der hsg Bochum vor dem Institut für Physiotherapie der JAMK University of Applied Sciences in Jyväskylä. Foto: Janna Leimann
Janna Leimann (2. v.r.) mit anderen Lehrenden der teilnehmenden Hochschulen. Foto: Tobias Braun

Der Studienbereich Physiotherapie der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) war in diesem Jahr zum zweiten Mal Mitausrichter der ‚International Week‘, die im Mai 2018 im Gastgeberland Finnland an die JAMK University of Applied Sciences in Jyväskylä stattfand.

„Die International Week verfolgt das Ziel, eine intensive Vernetzung und einen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden der Bachelor-Studiengänge Physiotherapie aus fünf europäischen Ländern zu fördern. Das sind Österreich, Dänemark, Finnland, Niederlande und Deutschland“, so der Leiter des Studienbereichs Physiotherapie der hsg Bochum und Initiator Prof. Dr. Christian Grüneberg.

Gemeinsam mit acht Studierenden der Hochschule reisten in diesem Jahr die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen Janna Leimann und Tobias Braun Mitte Mai zur Partnerhochschule nach Finnland.

Insgesamt 22 Studierende sowie Lehrende der teilnehmenden Hochschulen kamen dort zusammen, um sich vier Tage lang unter anderem in themenspezifischen Vorträgen, Diskussionsrunden, Lehrveranstaltungen und informellen Besprechungen zu informieren und über ihre Hochschulen auszutauschen.

So berichtete Tobias Braun im Rahmen eines Master-Symposiums über die ‚Prävalenz von Frailty in der ambulanten Physiotherapie in Deutschland‘. Das Frailty Syndrom betrifft vorwiegend ältere Menschen und stellt eine der bedeutsamsten Herausforderungen in der medizinischen Versorgung geriatrischer Patienten dar. „Frailty, am ehesten als Gebrechlichkeits-Syndrom zu übersetzten, beschreibt den Zustand älterer Menschen mit erhöhtem Risiko für negative Gesundheitsereignisse, wie beispielsweise Stürze und Krankenhauseinweisungen“, erläuterte Braun und fügte hinzu, dass er über die Prävalenz, also über die Rate der von diesem Syndrom betroffenen Menschen, berichtet hat.

Braun: „Die Zielsetzung der Studie war es herauszufinden, wie viele ältere Patienten in der ambulanten physiotherapeutischen Versorgung von Frailty betroffen sind.“ Die in Finnland präsentierten Ergebnisse sind Teil eines umfangreichen Projektes zu diesem Thema an der hsg Bochum, welches von Prof. Grüneberg und Prof. Dr. Christian Thiel, ebenfalls Professor im Studienbereich Physiotherapie der hsg Bochum, geleitet wird. Das Projekt wurde von der Hochschule über eine interne Forschungsförderung unterstützt.

Aufbauend auf das Symposium hatten die Studierenden in einem Seminar die Gelegenheit, sich über Messinstrumente zur Messung der Mobilität älterer Menschen zu informieren und auszutauschen sowie deren Anwendung und die Interpretation der Testergebnisse gemeinsam praktisch zu erproben.

Lehrende der anderen teilnehmenden Hochschulen präsentierten unter anderem Vorträge und Beiträge zu den Themen ‚Europäische Leitlinien für Parkinson‘, ‚Kardiovaskuläre Veränderungen als Reaktion auf längere Immobilisierung‘ und ‚Schlaf und motorisches Lernen – Bedeutung für die Neurorehabilitation‘.

In einem von den Studierenden selbst gestalteten Programm tauschten diese sich über die verschiedenen Gesundheitssysteme, das Thema Physiotherapie und das Physiotherapie-Studium ihrer Herkunftsländer aus.

Neben den inhaltlich-fachlichen Veranstaltungen gab es ein landestypisches Rahmenprogramm für den sozialen und interkulturellen Austausch, welches beispielsweise ein typisch finnisches Abendessen, einen gemeinsamen Abend in der Sauna sowie den Besuch eines skandinavischen Sommerfests in Jyväskylä umfasste.

Grüneberg: „Die International Week fand letztes Jahr an der Hogeschool Utrecht in den Niederlanden statt, dieses Jahr in Finnland und wir freuen uns sehr, das im Jahr 2019 der Studienbereich Physiotherapie der hsg Bochum Gastgeber sein wird“.

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