Zum Hauptinhalt springen
Foto: die Hochschulgebäude von der Straße aus Aktuelles und Termine

VIVA KAREN60+

KAREN 60+ steht für „Körperliche Aktivität bei Frauen über 60 Jahre mit kardialem Risiko oder kardialer Erkrankung“. In diesem Forschungsprojekt geht es um das Bewegungsverhalten und die Bewegungsförderung von Frauen mit einem erhöhten kardialen Risiko oder einer bestehenden Herzerkrankung.

Dabei wird zuerst untersucht, ob sogenannte Aktivitätstracker in verschiedenen Alltagssituationen die körperliche Aktivität präzise messen können. Anschließend wird in einer Folgestudie das Aktivitätsverhalten von Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen untersucht, um mögliche Kandidatinnen zu identifizieren, die einen besonders hohen Förderungsbedarf für körperliche Aktivität zeigen.

Körperliche Aktivität

Als körperliche Aktivität wird jede Bewegung definiert, die den Energieverbrauch über den Grundumsatz ansteigen lässt. Das Ausmaß der Aktivität steht in engem Zusammenhang zu der körperlichen Fitness und kann einen Einfluss auf bestimmte Risikofaktoren für Erkrankungen und die Gesundheit im Allgemeinen haben. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass besonders Frauen mit kardialem Risiko oder bereits bestehenden Herzerkrankungen von körperlicher Aktivität profitzieren können.

Mit Hilfe von sogenannten Aktivitätstrackern können die körperliche Aktivität im Alltag erfasst und individuelle Verhaltensmuster identifiziert werden. Die Tracking-Ergeb­nisse bieten Ansatzmöglichkeiten zur Beratung oder dienen als Grundlage für die Belastungssteuerung.

Kardiales Risiko

Das kardiale Risiko bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft eine Herzerkrankung zu bekommen oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Dieses Risiko steigt z.B. durch

  • erhöhten Blutdruck
  • Diabetes mellitus
  • veränderte Blutwerte (z.B. Cholesterin)
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel

Auch wenn in der Familie bereits Herzerkrankungen bestehen oder bestanden, ist das Risiko erhöht.

Ziel des Projektes

Im Rahmen des Forschungsprojekts KAREN60+ erfolgt in der ersten Studie VIVA KAREN60+ die sogenannte Validierung von Aktivitätstrackern (VIVA), also der verschiedenen Messgeräte zur Erfassung von körperlicher Aktivität. Validierung bedeutet „Prüfung der Genauigkeit“. Ziel der Studie ist zu untersuchen, ob diese Geräte den Energieverbrauch bei verschiedenen Alltagsaktivitäten präzise messen können.

Wie wird körperliche Aktivität gemessen und was sind Aktivitätstracker?

Körperliche Aktivität kann entweder über Fragebögen, mit Interviews und Tagebüchern (subjektiv) oder mit Hilfe von Aktivitätstrackern (objektiv) erfasst werden.

Aktivitätstracker sind kleine Messgeräte, die Sie z.B. wie einen Gürtel an Ihrer Hüfte tragen, der am Handgelenk angelegt oder auf die Haut geklebt wird. Die Geräte messen Bewegungen anhand der Beschleunigung, einige Geräte erfassen zusätzlich auch die Herzfrequenz und dienen der Bestimmung von Umfang und Intensität der Aktivitäten. Auch Schrittzähler (Pedometer) dienen der Messung von Bewegung, indem jeder Schritt gezählt wird.

Wer kann teilnehmen?

Gesucht werden Frauen über 60 Jahre, die in der Lage sind, körperliche Aktivitäten auszuführen und kein ärztliches Verbot erhalten haben, sich körperlich zu betätigen.

Explizit werden auch Frauen gesucht, die:

  • nur in einem geringen Ausmaß körperlich aktiv sind,
  • rauchen,
  • ein höheres Körpergewicht haben,
  • die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 erhalten haben,
  • erhöhte Blutfettwerte (Cholesterine) oder
  • Bluthochdruck haben.

Fragen zum Projekt?

Alina Rieckmann

Auf dem Bild sieht man Alina Rieckmann.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Studienbereich Physiotherapie
DAG · Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften

2. Etage, Raum 2418

Tel. +49 234 77727 691
Fax +49 234 77727 891

Alina.Rieckmannhs-gesundheit "«@&.de

Studienleitung

Prof. Dr. Christian Thiel

Auf dem Bild sieht man Prof. Dr. Christian Thiel.

Dekan des DAG
Professor

Studienbereich Physiotherapie
DAG · Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften

2. Etage, Raum 2419

Tel. +49 234 77727-628
Fax +49 234 77727-828

christian.thielhs-gesundheit "«@&.de

Zeitaufwand

Die einmalige Messung beansprucht ca. 90 Minuten. Sie führen über einen Zeitraum von ca. 45 Minuten verschiedene wenig bis etwas anstrengende Alltagsaktivitäten und einen Belastungstest auf einem Fahrradergometer (Standfahrrad) durch. Dabei tragen Sie die verschiedenen zu untersuchenden Aktivitätstracker und eine Atemmaske, die unter anderem Ihre Sauerstoffaufnahme erfasst, die als Vergleichswerte verwendet werden, um herauszufinden, wie genau die Aktivitätstracker den Energieverbrauch erfassen.

Wenn Sie sich bereit erklären, bekommen Sie einige Zeit später an die Messung einen Aktivitätstracker als Leihgabe, den Sie über 10 Tage tagsüber tragen. Damit kann Ihre tägliche Aktivität erfasst werden und Sie erhalten nach Abschluss der Studie einen Überblick über Ihren Umfang an Aktivität bzw. Ihre Ruhezeiten.

Wie profitieren Sie von der Teilnahme?

Im Rahmen der Studie bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einen Belastungstest auf dem Fahrradergometer durchzuführen.

Direkt nach der Messung geben wir Ihnen einen Einblick in Ihre erhobenen Daten bezüglich Ihrer Herzfrequenz und Atemgase. Zu einem späteren Zeitpunkt erhalten Sie Auskunft über Ihre Ausdauer-Leistungsfähigkeit im Altersvergleich anhand Ihrer Sauerstoffaufnahme bei hoher Belastung und Ihren Energieumsatz bei den verschiedenen durchgeführten Aktivitäten.

Wenn Sie sich bereit erklären, können Sie im Anschluss über einen Zeitraum von zehn Tagen einen Aktivitätstracker in Ihrem Alltag tragen. Dadurch bekommen Sie einen persönlichen Überblick über Ihren Energieumsatz, Ihr tägliches Aktivitätslevel und die Zeiten, die Sie mit viel oder wenig Bewegung verbringen.

Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Forschung bezüglich körperlicher Aktivität in Deutschland als Basis für die Entwicklung von Aktivitätsprogrammen in der kardiologischen Prävention und Rehabilitation

Awards

Logo Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit Alle Bewertungen auf StudyCheck.de lesen Logo 50 Jahre Hochschulen für angewandte Wissenschaften