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DIM.RUHR · Datenkompetenzzentrum für die interprofessionelle Nutzung von Gesundheitsdaten in der Metropole Ruhr

Hintergrund des Projekts

Die Metropolregion Ruhr besitzt die höchste Klinikdichte in Deutschland, gestützt durch drei medizinische Hochschulen sowie weitere Einrichtungen zur Ausbildung in Gesundheitsberufen. Initiativen wie die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), die Medizininformatik-Initiative (MII) oder die europäische Cloud-Alternative GAIA-X forcieren bereits die Erschließung und Nutzung von Gesundheitsdaten – sie richten ihren Fokus auf die stationäre Versorgung. Datenbasierte Forschung zur ambulanten Versorgung findet bislang noch wenig Beachtung. Auch stellte der Wissenschaftsrat (German Science And Humanities Council 2022), trotz vorhandener Initiativen, ein deutliches Umsetzungs- und Kompetenzdefizit im Umgang mit Gesundheitsdaten fest. Diese Lücke will das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „DIM.RUHR: Datenkompetenzzentrum für die interprofessionelle Gesundheitsdatennutzung in der Metropole Ruhr“ schließen. Die Leitmotive des Projekts beinhalten die Entwicklung von interprofessionellen Lehr-/Lernmodulen, die Förderung von Forschung und Vernetzung in ambulanten Versorgungsstrukturen und die Erweiterung der Datendiversität in der Versorgungsforschung.

Projektdetails

Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Deiters, Prof. Dr. Michael Wessels
Projektmitarbeiterinnen: Dr. Laura Geiger, Sarah Milkov M. Sc.
Kooperationspartner: Universität Witten / Herdecke (Gesamtprojektleitung), Ruhr-Universität Bochum, ORCA.NRW, Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST), Hochschule Niederrhein, ZB MED Informationszentrum Lebenswissenschaften
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Fördersumme: 365.353,05 € (Teilvorhaben HS Gesundheit)
Projektlaufzeit: 15.11.2023 – 14.11.2026

Ziele des Projekts

Das übergeordnete Ziel von DIM.RUHR ist die Steigerung der Datenkompetenz im Gesundheitswesen, die Erhöhung der Akzeptanz und des Bewusstseins für die Nutzung von Gesundheitsdaten sowie die Schaffung eines digitalen Gesundheitsdatenökosystems. Dieses Ökosystem soll zunächst innerhalb der Metropole Ruhr beispielhaft etabliert und evaluiert werden. Für ein solches Ökosystem sind konkrete Daten mit klarer Datenentstehung entscheidend, um eine hohe Qualität der Daten zu gewährleisten. Die gesetzliche Basis um Forschung und Versorgung auf Datenebene stärker zusammenzubringen ist durch das Gesundheitsdatennutzungsgesetz gegeben – neue, interdisziplinäre Datenkompetenzen werden nun gefordert.
Das Projekt erschließt den Innovationsraum Ruhr für die Zielgruppe der mit Gesundheitsdaten Forschenden, insbesondere in den Gesundheitsberufen, entlang von drei Hauptzielen:

  • Das Ziel Lehren verfolgt die Entwicklung von Lehr- und Lernmodulen für Gesundheitsdatenkompetenzen, die interprofessionell für verschiedene Zielgruppen zur Verfügung stehen sollen. Ziel ist es, so die Qualität der Datenentstehung, -speicherung, -verarbeitung und –nutzung zu verbessern. Curriculare Micro-Degrees für verschiedene Professionen aus der Gesundheitsforschung werden mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse der Personen in der ambulanten Versorgung erarbeitet. Das Team der HS Gesundheit entwickelt dabei insbesondere Lehrmodule für die Gesundheitsberufe, welche an der Hochschule studiert werden können (z. B. Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie).
  • Das Ziel Forschen soll vornehmlich junge Wissenschaftler:innen ermutigen, stärker im Bereich der Datenwissenschaften zu forschen. Es werden Fragen der Datenspende und Einwilligung, Forschungs- und Datenethik, Datenqualität sowie Datendiversität (Bias-Effekte) im Fokus stehen. Mit der Umsetzung eines Experimentierraums wird eine Vernetzungsebene zwischen Forschung, Versorgung und Praxis geschaffen, in dem datengenerierende Systeme und die Arbeit mit bestehenden Datensätzen ausprobiert werden können. Die an der HS Gesundheit etablierten Skills Labs zur praxisbezogenen Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen können mit in die Möglichkeiten der Ausbildung von Datenkompetenzen einbezogen werden, u.a. als Ort der Datenentstehung durch Medizintechnik sowie andere Formen der digitalen Dokumentation.
  • Das Ziel Vernetzen zielt darauf ab, Strukturen zum Forschungsdatenmanagement zu entwickeln. Mit den beteiligten Hochschulen soll ein gemeinsames Gesundheitsdaten-Repository aufgebaut werden. Zusätzlich strebt DIM.RUHR ein Workshop-Programm an, um regionale und überregionale Vernetzung zu ermöglichen.

Projektleitung und Projektmitarbeiterinnen

Prof. Dr. Wolfgang Deiters

Auf diesem Bild sieht man Prof. Dr. Wolfgang Deiters.

Professor für Gesundheitstechnologien

DoCH · Department of Community Health

3. Etage, Raum 3327

Tel. +49 (0) 234 77727-704
Fax +49 (0) 234 77727-904

wolfgang.deitershs-gesundheit "«@&.de

Prof. Dr. Michael Wessels

Auf dem Bild sieht man Prof. Dr. Michael Wessels.

Dekan des DoCH
Professor für Gesundheitsökonomie und -politik

DoCH · Department of Community Health

3. Etage, Raum 3316

Tel. +49 234 77727-710
Fax +49 234 77727-910

michael.wesselshs-gesundheit "«@&.de

Dr. Laura Geiger

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

DoCH · Department of Community Health

Etage 2,Raum 2101

Tel. +49 234 77727 - 735

laura.geigerhs-gesundheit "«@&.de

Mehr Infos

Sarah Milkov

Wissenschenschaftliche Mitarbeiterin

DPW · Department für Pflegewissenschaft

Gesundheitscampus Süd, Etage 2, Raum 2202

Tel. +49 234 777 27 - 701
Fax +49 234 777 27 - 901

sarah.milkovhs-gesundheit "«@&.de

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