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Definition des Pflege-Kerndatensatzes und Aufbau eines intersektoralen Pflegedaten-Repository (PFLIP)

Hintergrund und Ziel des Projektes PFLIP

Die Erschließung, Harmonisierung, Integration, Analyse und Bereitstellung von Daten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere im Gesundheitswesen wird einer „data-driven health and care“ eine hohe Relevanz in Hinsicht auf eine qualitativ hochwertige wie auch effektive und effiziente gesundheitliche Versorgung beigemessen.

Dies umfasst sowohl pflegerische wie auch medizinische Daten, die gleichermaßen relevant und wichtig sind. Hinzukommt, dass Pflege- und Behandlungssituationen gerade für ältere Patient*innen/Bewohner*innen häufig aus wechselstationären Betreuungen bestehen, in denen sich als Leistungserbringer medizinischer Einrichtungen (niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser) und pflegerische Einrichtungen (ambulante / stationäre Pflege) abwechseln. Hier entsteht häufig ein großer Informationsverlust insbesondere beim Wechseln zwischen den Sektoren. Für eine reibungslose Zusammenarbeit ist aber ein Datentransfer (bzw. eine integrierte pflegerisch / medizinische Betrachtung) von pflegerisch wie auch medizinisch relevanten Informationen wichtig.

Um perspektivisch Pflegebedarfe personalisiert zu adressieren, Versorgungsverläufe zu analysieren, und datenbasierte Innovationen für die Unterstützung und Verbesserung der Pflege zu entwickeln, sollen innerhalb dieses Projektes einerseits die bereits vorhandenen, regelmäßig und strukturiert erhobenen Daten der Pflegebranche als Basis für einen zu definierenden “Pflegekerndatensatz” herangezogen werden. Andererseits sollen noch nicht berücksichtigte Pflegebereiche in der zu schaffenden Pflegedatenbasis inkludiert und um strukturierte Daten aus der teilstationären, ambulanten und häuslichen Pflege, sowie angrenzenden Sektoren erweitert werden. Zugleich gilt es die Daten des Pflege-kerndatensatz mit denen des Medizin-Datensatzes zu harmonisieren.
Hierzu arbeitet die Hochschule für Gesundheit im Förderprojekt PFLIP als fachlich konzeptionalisierender, wissenschaftlicher Intermediär zwischen Praxiswissen (kommend vom Anwendungspartner Diakonie Michaelshoven) und Technikkompetenz von den technischen Forschern (Fraunhofer ISST) sowie Entwicklern (CONNEXT Communication).

Projektleitung

Prof. Dr. Wolfgang Deiters

Auf diesem Bild sieht man Prof. Dr. Wolfgang Deiters.

Professor für Gesundheitstechnologien

DoCH · Department of Community Health

3. Etage, Raum 3327

Tel. +49 (0) 234 77727-704
Fax +49 (0) 234 77727-904

wolfgang.deitershs-gesundheit "«@&.de

Prof. Dr. Daniela Holle

Auf diesem Bild sieht man Prof. Dr. Daniela Holle.

Prodekanin
Professorin für Gesundheits- und pflegewissenschaftliche Forschungsmethoden

DPW · Department für Pflegewissenschaft

4. Etage, Raum 4403

Tel. +49 234 77727-649
Fax +49 234 77727-849

daniela.hollehs-gesundheit "«@&.de

Mehr Infos

Projektmitarbeiterinnen

Dr. Alina Napetschnig

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Projekt: ARive - HealthReality

DoCH · Department of Community Health

Etage 2, Raum 2202

Tel. +49 234 77727-764
Fax +49 234 77727-964

alina.napetschnighs-gesundheit "«@&.de

Sarah Milkov

Wissenschenschaftliche Mitarbeiterin

DPW · Department für Pflegewissenschaft

Gesundheitscampus Süd, Etage 2, Raum 2202

Tel. +49 234 777 27 - 701 901
Fax +49 234 777 27 - 901

sarah.milkovhs-gesundheit "«@&.de

Clarissa Heiler

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Digital Health Factory Ruhr
DoCH · Department of Community Health

Gesundheitscampus Süd, Raum 2202

Tel. +49 234 77727 - 731

clarissa.heilerhs-gesundheit "«@&.de

Projektdetails

Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Deiters
Prof. Dr. Daniela Holle
Projektmitarbeiter*innen: Clarissa Heiler
Sarah Milkov
Alina Napetschnig
Förderer Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Fördersumme: 312.663 € (Teilvorhaben HS Gesundheit)
Beteiligte Einrichtungen/ Kooperationspartner: Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik, Dortmund
Diakonie Michaelshoven e.V., Köln
Connext Communication GmbH, Paderborn
Projektlaufzeit: 01.03.2022 – 28.02.2025

Design und Methodik

In einem partizipativen und nutzerzentrierten Ansatz soll die Definition „Pflege-Kerndatensatzes“ entwickelt und ein intersektoralen Pflegedaten-Repository aufgebaut werden.
Als projektpraktische Ausgangsbasis wird der durch stationäre Pflegeeinrichtungen an die Datenauswertungsstelle regelmäßig übermittelte indikatorgestützte Qualitätsdatensatz verwendet, welcher der bundesweiten Qualitätssicherung in Pflegeeinrichtungen dient. Dieser soll um weitere bewohnerspezifische Daten ergänzt werden, die sich beispielsweise aus den Anforderungen von Qualitätsinstrumenten -wie Leitlinien und Expertenstandards –ableiten lassen.
In einem zweiten Schritt soll der Kerndatensatz-Pflege mit dem medizinischen Kerndatensatz der Medizininformatik-Initiative harmonisiert werden, so dass nach einer informationstechnischen Implementierung (Fraunhofer ISST) Auswertungen auf Basis der integrierten Informationen möglich werden. In diese Auswertungen sollen KI-Algorithmen eingehen.

Im letzten Schritt soll das entwickelte und umgesetzte Konzept anhand des konkreten Anwendungsszenarios „Minimierung von Sturzfolgeschäden“ überprüft werden. Ziel ist es, den Nutzen der Anwendung wie auch die Sinnhaftigkeit des konzeptionellen Ansatzes (Kerndatensatz) zu überprüfen und aufzuzeigen.

Erwarteter Nutzen

Das Projekt widmet sich der stärkeren Berücksichtigung von pflegerischen Belangen in gesundheitlichen Versorgungsstrukturen, in dem pflegerische und medizinische Daten zusammengebracht und –gedacht werden. Dies geschieht über die Definition eines Pflege-Kerndatensatzes, der mit dem medizinischen Kerndatensatz der Medizininformatik-Initiative zusammengebracht wird. Die auf dieser standardisierten Datenstruktur in einem Repository zusammengeführten Daten legen die Grundlage für eine maschinelle Auswertbarkeit des Gesamtdatenbestandes.

Dieses Repository soll sowohl Pflegenden, potenziell zu Pflegenden, aber auch der Gesundheitsbranche in geeignet aufbereiteter Form bereitgestellt werden. Dadurch bietet sich sowohl wissenschaftliches als auch wirtschaftliches Anschlusspotenzial. Die Wissenschaft gewinnt eine Datenstruktur und einen Datensatz, anhand dessen wissenschaftliche Thesen oder Verfahren untersucht und validiert werden können. Die Überführung in eine wissenschaftliche Weiterverwendung wird innerhalb des Projektes durch die Hochschule für Gesundheit und das Fraunhofer ISST verantwortet. Wirtschaftliche Unternehmen können auf Basis des Repository ihre Angebote/Produkte (weiter-)entwickeln oder gänzlich neugestalten.

News aus dem Projekt Pflip

Kategorie:DPW

Forschungsprojekt fokussiert einheitliche Nutzung von Pflegedaten

Anfang Januar 2023 fand an der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) das Auftakttreffen des Verbund-Förderprojektes PFLIP statt.

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