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Auf dem Foto ist das Hauptgebäude der hs Gesundheit abgebildet. Das Foto ist zwischen 2 Bäumen aufgenommen worden und man erkennt an den Seiten der Aufnahme grüne Blätter.

Von Anfang an gemeinsam interdisziplinär trainieren

Sicher geburtshilfliche Notfallsituationen managen

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Geburtshilfe rund um die Versorgung von Frauen und ihren Neugeborenen in Deutschland findet primär zwischen Ärzte*innen und Hebammen statt. Diese verläuft nicht immer reibungslos und führt oftmals zu Störungen in der Kommunikation und somit im Ablauf, die sich negativ auf die Betreuung von Schwangeren und Gebärenden auswirken können. Es ist bekannt, dass dies zu Fehlern in der Geburtshilfe führen kann (Jeschke 2012; Opitz-Kreuter 2012).

Ablauf

Gemeinsame Simulationstrainings scheinen die Zusammenarbeit und damit einhergehend die Versorgung von Mutter und Kind nachhaltig zu verbessern. International existieren bereits erste Forschungsergebnisse dazu (McGaghie et al. 2010), in Deutschland stehen Studien hierzu noch aus.

Mithilfe des Geburtssimulators SimMomTM sollen verschiedene Forschungsaktivitäten initiiert und durchgeführt werden, um die Auswirkungen von interdisziplinär durchgeführten Simulationstrainings zu überprüfen und zu evaluieren:

Auswirkungen eines gemeinsamen Skills-Lab-Trainings für Studierende der Hebammenkunde und der Medizin auf die Zusammenarbeit nach Abschluss des Studiums

Hintergrund

Eine frühzeitige Einübung der Zusammenarbeit der beiden Berufsgruppen – bereits im Studium – soll dazu dienen, dass Handlungsabläufe und interdisziplinäre Kommunikation frühzeitig geübt und angewendet werden.

Methoden
  • Curriculare Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Skills-Lab-Einheiten zu dem Bereich Notfallmanagement in der sub- und postpartalen Versorgung von Mutter und Neugeborenen
  • Teilnehmerinnen sind Studierende des 5., 6. und 7. Semesters des Bachelor-Studiengangs Hebammenkunde und Studierende der Medizin
  • Befragung der Studierenden (n = 100) mittels Fragebogen:
    • t1 = zu Beginn der Intervention
    • t2 = nach erfolgter Intervention
    • t3 = nach Abschluss des Studiums

Themenkomplexe: Entwicklung des Lernprozesses, interdisziplinäre Kommunikation und Zusammenarbeit, Akzeptanz der anderen Disziplin

  • Zusätzlich Durchführung von Interviews mit Studierenden (n = 10) und Lehrenden (n = 4) nach erfolgter Intervention
Mögliche Kooperation
  • Medizinische Fakultät einer Universität

Interdisziplinäre Angebote für Simulationstrainings für berufserfahrene Hebammen und Ärzte*innen der Geburtshilfe und der Pädiatrie und dessen Auswirkungen auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit

Hintergrund

Die Berufsgruppen der Hebammen und der Ärzte*innen unterliegen einer Fortbildungspflicht. Hierbei soll ein bestimmter Anteil von Stunden im Themenbereich Notfallmanagement abgedeckt werden. In der Regel werden diese Fortbildungen aber nicht interdisziplinär angeboten, so dass insbesondere die interdisziplinäre Kommunikation nicht trainiert werden kann. Dies könnte unter Zuhilfenahme des Geburtssimulators SimMomTM im Trainingsbereich Skills-Lab adäquat vermittelt und geübt werden.

Methoden
  • Curriculare Entwicklung, Durchführung und Evaluation von interdisziplinären Fortbildungsangeboten im Bereich der Geburtshilfe und dem Notfallmanagement
  • Teilnehmerinnen sind angestellte und freiberufliche Hebammen und Ärzte*innen der Geburtshilfe und der Pädiatrie
  • Befragung der Teilnehmer*innen (n = 100) mittels Fragebogen:
    • t1 = zu Beginn der Intervention
    • t2 = nach erfolgter Intervention
    • t3 = sechs Monate nach Abschluss der Intervention

Themenkomplexe: Auswirkungen auf die Arbeit in der geburtshilflichen Versorgung,      Veränderung der interdisziplinären Kommunikation und Zusammenarbeit, Akzeptanz   der anderen Disziplin

  • Zusätzlich Durchführung von zwei Fokusgruppengesprächen mit Hebammen und Ärzte*innen (jeweils n = 6)
Mögliche Kooperationen
  • Landesverband der Hebammen Nordrhein-Westfalen e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

 

Kontakt

Prof.in Dr.in Nicola H. Bauer

Aud diesem Bild sieht man Prof.in Dr.in Nicola H. Bauer .

Professorin für Hebammenwissenschaft

Studienbereich Hebammenwissenschaft
DAG · Department für angewandte Gesundheitswissenschaften

3. Etage, Raum 3433

Tel. +49 234 77727-653
Fax +49 234 77727-853

nicola.bauerhs-gesundheit "«@&.de

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