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Foto: Studierende auf einer Treppe Aktuelles und Termine

Altersgrenze bei Bewerbungen um einen NC-Studienplatz

Bewerber*innen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 55. Lebensjahr vollendet haben, sind nur am Vergabeverfahren zu beteiligen, wenn für ihr beabsichtigtes Studium schwerwiegende wissenschaftliche oder berufliche Gründe sprechen - dies regelt die zuständige Rechtsgrundlage (§ 7 Abs. 2 der Studienplatzvergabeverordnung NRW vom 13.11.2020) für ganz Nordrhein-Westfalen.

Zum rechtlichen Hintergrund:

Die Regelung des Gesetzgebers - mehrfach bestätigt durch Urteile an (Ober-)Verwaltungsgerichten - sieht hier in der Regel jüngere Bewerber*innen, die noch am Anfang ihrer (Berufs-)Ausbildung stehen, begünstigt. Die Gerichte stimmen dieser Ansicht zu und urteilen...

  • "...dass generell das Interesse Jüngerer, die sich durch das Studium eine berufliche Lebensgrundlage schaffen wollen, dem Interesse Älterer, die voraussichtlich ihr Studium nicht mehr oder jedenfalls nicht auf Dauer zur Grundlage einer beruflichen Tätigkeit machen werden, grundsätzlich vorangeht."

  • "Der Eingriff in die Ausbildungs- und Berufsfreiheit ist durch überragend wichtige Belange der Gemeinschaft gerechtfertigt und trägt mit seiner Regel-Ausnahme-Konzipierung dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz Rechnung. Es besteht ein überragendes Interesse der Allgemeinheit daran, die knappen und kostenintensiven hochschulischen Ausbildungsplätze bei Studiengängen mit einer das Ausbildungsangebot überschießenden Nachfrage grundsätzlich solchen Bewerbern bereitzustellen, die den angestrebten Beruf voraussichtlich auch für eine gewisse Dauer werden ausüben können. Davon kann bei Bewerbern, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 55. Lebensjahr bereits vollendet haben, in der Regel nicht ausgegangen werden."

  • "Die Regelung stellt eine Ausnahme von dem Grundsatz dar, dass jenseits der Altersgrenze eine Beteiligung am Vergabeverfahren nicht mehr stattfindet, und ist als solche grundsätzlich eng auszulegen."
    (Vgl. VG Köln, Beschluss vom 13.11.2019 - 6 K 10881/16)

Selbstverständlich steht es Ihnen dennoch offen, uns Ihren Antrag zur Prüfung zukommen zu lassen.

Aufgrund der oben genannten Rechtsprechung sind an die Bewerbungen von Interessierten, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 55. Lebensjahr bereits vollendet haben, jedoch sehr strenge Maßstäbe anzusetzen.

Minderjährige Bewerber*innen

Bewerber*innen, die bis zum Vorlesungsbeginn des Semesters das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können laut § 26 Abs. 1 Nr. 4 der Vergabeverordnung NRW zusätzlich in einer Vorabquote (2%) geführt werden.

Im Zulassungsverfahren steigert diese Teilnahme an der Quote die Chancen auf einen Studienplatz an der hsg, daher handelt es sich um eine sogenannte Chancen-Quote. So durchlaufen minderjährige Bewerber*innen erst die Hauptquoten (Leistung & Wartezeit) und haben - für den Fall, dass sie dort nicht zugelassen werden konnten - eine zusätzliche Chance, in der Quote für Minderjährige berücksichtigt zu werden. Wurden sie jedoch bereits in einer der vorherigen Hauptquoten zugelassen, nehmen sie nicht weiter an dieser Quote teil.

Zur Teilnahme an dieser Quote müssen alle der folgenden drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie müssen zum Zeitpunkt des Vorlesungsbeginns noch minderjährig sein.

  • Sie müssen Ihre Hauptwohnung / Ihren Hauptwohnsitz bei Ihren Eltern haben.

  • Sie müssen in einer der folgenden angrenzenden Städte / Kreise wohnen:

Städte: Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herne

Kreise: Ennepe-Ruhr-Kreis (Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter (Ruhr), Witten) und Kreis Recklinghausen (Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Gladbeck, Haltern am See, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen, Waltrop)

Wichtig:

Nach der erfolgreichen Abgabe einer Bewerbung in unserem Online-Portal nehmen Sie am Vergabeverfahren um einen Studienplatz teil. Zusätzlich steht es Ihnen frei, diesen Sonderantrag zu stellen und somit Ihre Chance auf einen Studienplatz zu erhöhen.

Im Falle einer Antragsstellung, sind die o.g. Voraussetzungen 1.-3. dem Studierendenservice der hsg durch geeignete Nachweise bis zum Ende der Bewerbungsfrist (WiSe 15. Juli bzw. SoSe 15. Januar) zu belegen.

Geeignete Nachweise sind:

Kopie der Geburtsurkunde (zur Feststellung Ihrer Minderjährigkeit) und

eine aktuelle Meldebescheinigung, aus der hervorgehen muss, dass...

  • ...Sie in einem Haushalt mit Ihren Eltern wohnen.
  • ...Sie dort Ihren Hauptwohnsitz haben.
  • ...sich dieser Wohnsitz in einer der folgenden Städte / Kreise befindet: Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Ennepe-Ruhr-Kreis oder Kreis Recklinghausen.

Einsenden bis zur Frist

Eine schriftliche Begründung zusammen mit geeigneten Nachweisen sind (nach erfolgter Online-Bewerbung) spätestens bis zur Bewerbungsfrist
- zum Wintersemester bis zum 15. Juli
- zum Sommersemester bis zum 15. Januar
einzusenden.

Ihre Unterlagen richten Sie bitte postalisch (unter Angabe der Bewerber-Nummer) an:

Hochschule für Gesundheit
- Studierendenservice -
Gesundheitscampus 6-8
44801 Bochum

Liegen diese Nachweise nicht bis zur Frist vor oder reichen diese inhaltlich nicht aus, kann der Antrag nur abgelehnt werden - eine Teilnahme am Zulassungsverfahren kommt dann nicht in Betracht.

 

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