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Auf diesem Foto ist der Innenhof des Hauptgebäudes der hs Gesundhet abgebildet. Der Innenhof hat eine große Grunfläche und ein paar Bäume.

Versorgungsallianz Schlaganfall nimmt weiter Gestalt an

Pressemitteilung

Die Idee, eine Versorgungsallianz Schlaganfall zu gründen, nimmt weiter Gestalt an. Auf Einladung der Hochschule für Gesundheit (hsg) und des Post-Reha-Netzwerkes, eines Zusammenschlusses zur Verbesserung der Rehabilitations-Nachsorge, kamen gestern, am 6. Oktober 2011, 17 Experten aus dem Bereich der Gesundheitsversorgung an der hsg in Bochum zusammen. Initiatoren der Versorgungsallianz Schlaganfall sind Prof. Dr. Kerstin Bilda, Leiterin des Studiengangs Logopädie der hsg, und Dr. Sascha Sommer, der das Post-Reha-Netzwerk koordiniert.

Die Teilnehmer der gestrigen Auftaktveranstaltung unter anderem aus Bochum, Duisburg, Köln und Bonn diskutierten neue Versorgungsmodelle, Forschungsbedarf und die Rehabilitation von morgen. Im Mittelpunkt stand dabei die chronische Sprachstörung nach einer Hirnschädigung, die nach dem Spracherwerb stattgefunden hat.

„Die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure wird gerade bei der ambulanten Versorgung nach einem Schlaganfall immer wichtiger. Dazu braucht es evidenzbasierte Therapieforschung und die Entwicklung von Standards und Leitlinien für die Ausgestaltung der Rehabilitation“, sagte Prof. Bilda heute in Bochum. Bei der evidenzbasierten Therapieforschung geht es um die Forschung, die den bestmöglichen Beweis für die Wirkung einer Maßnahme oder Therapie erbringt.

Ziel der Versorgungsallianz Schlaganfall soll es sein, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu initiieren und umzusetzen. Das zentrale Thema dabei ist die Qualität der ambulanten Behandlung und Betreuung der Patienten. Die Lebensqualität und die Teilhabe im privaten und beruflichen Umfeld soll gefördert werden.

Bilda: „Wir sind auf der Suche nach neuen Modellen in der ambulanten Versorgung bei Sprachstörungen nach einem Schlaganfall. Benötigt werden wirksame Konzepte für Gruppentherapie, individuelle Beratung von Angehörigen und die Schulung von Laienhelfern. Wenig erforscht ist auch noch der Transfer von therapiespezifischen Trainingsinhalten in die Lebenswirklichkeit der Betroffenen.“

Der Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache. In Deutschland kommt es in der Bevölkerung pro Jahr Schätzungen zufolge zu 165.000 bis 200.000 Schlaganfällen. In Zukunft werden es durch die demografische Entwicklung mehr Fälle werden, da das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, im Alter ebenso ansteigt wie die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland.

„Deshalb ist die Versorgungsallianz Schlaganfall und die Schlaganfall-Forschung für die hsg, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung beizutragen, von besonderer Bedeutung. Ich hoffe, dass wir in den nächsten fünf Jahren die Versorgungsallianz Schlaganfall mit unseren Partnern gründen können“, erläutert Prof. Kerstin Bilda.

Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung der hsg.

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