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Foto: Studierende in einer Lernsituation
19.01.2023 Studieninfotag!

Empower - Projekt

Ziel des Projekts:

Das von der Ethnologin Prof. Christiane Falge geleitete Bochumer Projekt wird von Prof. Dr. Heike Köckler mit ihrer Sozialraum Expertise fachlich begleitet und in Kooperation mit der IFAK e.V. Bochum und dem kommunalen Integrationszentrum Bochum durchgeführt . In dem Projekt wird eine neue internationale Praxis-Community etabliert, die Bewohner*innen aus Städten mit wachsender Bevölkerungsdiversität effektiver einbindet und ermächtigt.

Ablauf des Projekts:

Das EMPOWER Projekt basiert auf vorangegangenen Arbeiten von Prof. Dr. Christiane Falge über die kollaborative Einbeziehung von Bürger*innen bei der Ko-Produktion von Community Health Lösungen. Mit partizipativen Ansätzen zu Migrant*innen und Stakeholder Engagement werden gesundheitsfördernde Unterbringungsweisen und Orte für neue zugewanderte und alteingesessene Migrant*innen untersucht.

Es wird auch genderbewusstes Wissen zur Integration von Migrant*innen bereitstellen, indem migrantische Frauen bei der Entwicklung von Serviceleistungen eingebunden werden. Die von Falge angewandte Methode der kollaborativen Forschung wird durch Köcklers DiPS Methode zu einem Mixed Methods Ansatz ergänzt, den die beiden Professor*innen bereits erfolgreich in der Hustadt umsetzen.

EMPOWER wird diese Vorarbeiten nutzen, um die Rekrutierung, Schulung und Fortbildung eines europäischen Netzwerkes von Community Forscher*innen zu ermöglichen, die aus marginalisierten Nachbarschaften mit Bevölkerungswandel, sozial-räumlicher Segregation und Wohnungsherausforderungen kommen. Dieses Netzwerk soll ein besseres Verständnis über die Integrationserfahrungen und Strategien von Migrant*innen in ihren eigenen Lokalitäten entwickeln. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Ermächtigung von Bewohner*innen auf der Basis bestehender und weiter zu entwickelnder Forschungen der Antragstellerin, damit sie mit Migrant*innen-zentrierten NGOs, Wohnungsorganisationen und Stadtplaner*innen zusammenarbeiten, um neue gender-sensible Ansätze für Wohnen und Integration in urbanen Orten kollaborativ designen und (wo relevant) liefern.

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Christiane Falge

Professorin für Gesundheit und Diversity

DoCH · Department of Community Health

3. Etage, Raum 3314

Tel. +49 234 77727-727
Fax +49 234 77727-927

christiane.falgehs-gesundheit "«@&.de

Das Kernteam der des Projekts "Empower"

Projektleitung: Professor Simon Pemberton · Professor für Humangeographie an der Universität Keele - UK

Professor Simon Pemberton ist Professor für Humangeographie an der Universität Keele. Seine Forschung hat international bedeutende Beiträge in zwei sehr wichtigen Bereichen geleistet: neue Migration und "Super-Diversität" sowie die Umstrukturierung und Neudimensionierung des Staates.

Professor Simon Pemberton is a Professor of Human Geography at Keele University. His research has made internationally significant contributions in two very important areas: new migration and ‘super-diversity’; and the restructuring and rescaling of the state.

Professor Christiane Falge · Professorin für Gesundheit und Diversity an der HS Gesundheit - Deutschland

Prof. Dr. Christiane Falge ist seit 2014 Professorin für Gesundheit und Diversity an der Hochschule für Gesundheit in Bochum. Mit ihrem Fokus auf Armut und Migration bringt sie Diversity in die Konzeptualisierung von Gesundheitsversorgung ein und hat das Stadtlabor gegründet, eine langfristige partizipative Forschungseinrichtung in einem marginalisierten Stadtteil von Bochum.

Professor Christiane Falge is Professor of Health and Diversity at the University for Applied Sciences at Bochum since 2014. With her focus on poverty and migration she brings Diversity to conceptualizations of health care and has founded the City lab, a long term participatory research site in a marginalized area of Bochum.

Professor Gabriella Elgenius · Professorin für Soziologie an der Universität Göteborg - Schweden

Professor Gabriella Elgenius ist seit 2014 außerordentliche Professorin für Soziologie an der Universität Göteborg und arbeitete zuvor an der Universität Oxford und der Universität London. Gabriella Elgenius forscht zu Integration und Zivilgesellschaft in gefährdeten und vielfältigen Gebieten in Schweden und dem Vereinigten Königreich und setzt dabei gemischte Methoden und vergleichende qualitative Designs ein.

Professor Gabriella Elgeniusis Associate Professor in Sociology at the University of Gothenburg since 2014 and previously worked at the University of Oxford and the University of London. Gabriella research is on integration and civil society in vulnerable and diverse areas in Sweden and the UK using mixed methods and comparative qualitative designs.

Statements der Stadtteilforscherinnen

Ibtisam Ahmed

Ibtisam arbeitet seit 2020 als Stadtteilforscherin und führt Interviews auf Kurdisch und Arabisch. Sie interessiert sich für die Selbstständigkeit von Frauen und wie diese Probleme (anderer Menschen) lösen. „Das Interview war eine schöne Erfahrung. Ich konnte neue Menschen kennenlernen und vieles über das Leben der anderen erfahren. Da ich auch die deutsche Sprache noch nicht sehr gut beherrsche, konnte ich in der Schulung für die Forschung viele Begriffe lernen und meine Sprachkenntnisse etwas erweitern.

Dorothea Neugebauer

Dorothea arbeitet seit 2021 als Stadtteilforscherin und führt Interviews auf Deutsch. Sie ist im Stadtteil sehr aktiv. Durch jahrelange Arbeit im Ausland kennt sie Schwierigkeiten berufstätiger Mütter in unterschiedlichen Kulturen aus eigener Erfahrung. „Mit meiner Muttersprache deutsch gehöre ich in dem Stadtteil, in dem ich seit über 20 Jahren lebe, zu einer schwindenden Minderheit. Die Mütter, die ich interviewt habe, sind oft so belastet, dass sie sich nicht für die Verbesserung ihrer Situation engagieren können.“

Deeqa Ismail

Deeqa arbeitet seit 2019 als Stadtteilforscherin und führt Interviews auf Somali und übersetzt diese auf Deutsch. „Ich bin froh, dass ich am EMPOWER Projekt teilgenommen habe. Viele Momente in den Interviews haben mich berührt und ich kann die Probleme und Sorgen der Menschen besser verstehen.“

Nahira Ahmad

Nahera arbeitet seit 2019 als Stadtteilforscherin und führt Interviews auf Kurdisch und Arabisch. Sie übersetzt auch in die deutsche Sprache. „Ich hatte Glück als ich nach Bochum kam. Die Teilnahme an diesem Projekt war für mich eine Gelegenheit, meine Tätigkeit und die Arbeit, die ich nach meiner Migration nach Deutschland verloren hatte, wieder zu gewinnen.“

Marina Ignatieva

Marina arbeitet seit 2020 als Stadtteilforscherin und führt die Interviews auf Russisch. Sie interessiert sich besonders für die Geschichten des Gegenübers und schätzt den Kontakt zu den Forscherinnen anderer Nationalitäten. "Wenn ich interviewe, lerne ich viele Leute kennen, knüpfe neue Bekanntschaften und höre interessante Geschichten. Außerdem kann ich mein deutsch verbessern und etwas über die Funktionen von Zoom lernen."

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