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Studienbereiche der Hochschule für Gesundheit unterstützen digitalen Wandel in Ostafrika

Kategorie:DAG Pressemitteilung

Wissenschaftler*innen der Physio- und Ergotherapie der HS Gesundheit brachten bei internationalem Projekttreffen in Sansibar Expertise in digitaler Rehabilitation ein.

Die Studienbereiche Physiotherapie und Ergotherapie der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) in Bochum sind Teil des vom Erasmus+ Capacity Building Program geförderten RADIC-Projekts (Rehabilitation for All through Digital Innovation and New Competencies), das darauf abzielt, den digitalen Wandel in Ostafrika zu unterstützen. Ziel ist es, Rehabilitation für alle Menschen zugänglich zu machen, indem die Rolle der Hochschulbildung in der Gesellschaft gestärkt und das Bildungsangebot im Bereich der digitalen Rehabilitation für den Sozial-, Gesundheits- und Bildungssektor in Ostafrika verbessert wird. Finanziert von der Europäischen Union, umfasst das RADIC-Projekt führende Hochschuleinrichtungen aus Ostafrika und Europa, die gemeinsam an innovativen Wegen für die Rehabilitation arbeiten.

Nach ersten Treffen an der University of Rwanda in Kigali und der JAMK University of Applied Sciences in Jyväskylä, Finnland, versammelten sich die Projektpartner aus Ruanda, Tansania, Sansibar, Kenia, Finnland und Deutschland nun zum dritten Projekttreffen an der Staatlichen Universität von Sansibar (SUZA) in Sansibar. Dort gestaltete das Konsortium neue Module für Curricula, um aktuelle und zukünftige Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen in digitaler Rehabilitation auszubilden.

„Ziel ist es, den zukünftigen Sozial- und Gesundheitsfachkräften wegweisende Kompetenzen für die Implementierung digitaler Rehabilitation zu vermitteln, um den Zugang zur Rehabilitation in Ostafrika zu verbessern. Während der projektbezogenen Workshops gestalteten die Mitglieder der Partnerinstitutionen Kurse mit Elementen der digitalen Rehabilitation, basierend auf einem teambasierten Lern-Design-Prozess, dem sogenannten Carpe-Diem-Prozess“, erklärt Prof. Dr. Christian Grüneberg, RADIC-Projektleiter der Hochschule für Gesundheit. „Nicht nur die Hochschuleinrichtungen müssen Studierende und Lehrende mit den nötigen Fähigkeiten für digitale Rehabilitation ausstatten, damit diese umgesetzt werden kann, sondern auch die Politik muss diese Themen priorisieren und dafür notwendige Strukturen schaffen. Auch wenn die Bedingungen in jedem ostafrikanischen Land unterschiedlich sind, sind die Themen doch überall vergleichbar.“

Angela Arntz und Marietta Handgraaf, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Projekts an der Hochschule für Gesundheit, bewerten das einwöchige Projekttreffen in Sansibar als sehr gewinnbringend für den weiteren Verlauf des Projekts. „Es ist beeindruckend, dass alle Partner das Potenzial der digitalen Rehabilitation erkennen. Wir haben einen tiefen Einblick in den Stellenwert der digitalen Rehabilitation gewonnen. In Deutschland wird sie oft als Ergänzung zur bestehenden Rehabilitation gesehen, aber hier ist sie ein wesentlicher Baustein, um überhaupt Zugang zur Rehabilitation zu ermöglichen“, erklärt Angela Arntz.

„Die Innovationsgemeinschaft dient als Bildungs- und Lernplattform, die die Zusammenarbeit zwischen den Hochschuleinrichtungen, dem Arbeitsleben und dem Unternehmenssektor fördert. Jeder Partner unterstützt lokale Netzwerke auf nationaler Ebene, um einen zusätzlichen Nutzen für die regionale Zusammenarbeit zu schaffen“, ergänzt Marietta Handgraaf.

Das RADIC-Projekt ist im April 2023 gestartet und wird im Dezember 2025 mit einer Konferenz in Kenia abgeschlossen. Weitere Informationen zum RADIC-Projekt finden sich auf der folgenden Website: https://www.jamk.fi/en/project/radic/radic-project

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christian Grüneberg, Tel.: 0234/77727-620
oder christian.grueneberghs-gesundheit "«@&.de

Aus dem RADIC-Projektteam der HS Gesundheit: Angela Arntz, Prof. Dr. Christian Grüneberg und Prof.in Dr.in Renée Oltman (v.l.). Foto: HS Gesundheit
Das RADIC-Projektteam in Sansibar mit den HS Gesundheit-Teammitgliedern Marietta Handgraaf und Angela Arntz (hintere Reihe, 2. und 3.v.r.). Foto: HS Gesundheit

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