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19.01.2023 Studieninfotag!

Der Bachelor-Studiengang Gesundheit und Sozialraum

„Ein Sozialraum beschreibt einen sozial konstruierten Raum, der als Lebenswelt bedeutend für ein Individuum oder eine Community ist. Ein Sozialraum wird geprägt durch soziales Handeln in einem spezifischen durch die jeweiligen Elemente charakterisierten Raum. Der Sozialraum ist sowohl Lebenswelt als auch Planungs- und Entwicklungsraum.“

Köckler, H. (2019). Sozialraum und Gesundheit In: Haring, R. (Hrsg.). Gesundheitswissenschaften. Springer. Berlin/Heidelberg. doi.org/10.1007/978-3-662-54179-1_48-1. S. 518

Demografische und soziale Wandlungsprozesse schaffen neue Anforderungen und Bedarfe für die Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung in Deutschland. Mit einem steigenden Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen individuellen Lebensbedingungen, Raum und Gesundheit, gewinnen das direkte Wohnumfeld, soziale Netzwerke, Gesundheitstechnologien und die Digitalisierung an Bedeutung. Zudem bewirkt eine Umverteilung finanzieller und personaler Ressourcen im Gesundheitswesen eine Verlagerung der gesundheitlichen Versorgung vom stationären in den ambulanten Bereich.

Gleichzeitig bieten diese Veränderungen aber auch neue Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten für Gesundheitsangebote im häuslichen Umfeld. Genau an dieser Stelle setzt der Studiengang „Gesundheit und Sozialraum“ B.A. an, über den sich die Studierenden dazu qualifizieren, gesunde Lebensbedingungen auf wissenschaftlicher Grundlage zu gestalten und gesundheitliche Teilhabe durch sozialraumorientierte Versorgungskonzepte zu fördern.

Das Studium auf einen Blick

DepartmentDoCH
Abschluss Bachelor of Arts (B.A.)
Studienform Teilzeit, berufsbegleitend, Blended-Learning
Regelstudienzeit 8 Semester
Credit Points 180 ECTS
KostenSemesterbeitrag, keine Studiengebühren
Bewerbungzulassungsfrei, Einschreibefristen beachten
Studienbeginn jeweils zum Wintersemester
Modulhandbuch, Studienverlaufsplan, PrüfungsordnungDokumente zum Download

Gesundheit und Sozialraum B.A. erfolgreich re-akkreditiert: Am 08.12.2020 hat der Akkreditierungsrat die Akkreditierung des Studienganges bis 2028 beschlossen.

Prof. Dr. Heike Köckler über den Studiengang Gesundheit und Sozialraum

Zentrale Studienberatung

Tel. +49 234 777 27-399

zsbhs-gesundheit "«@&.de

Mehr Infos

Fachliche Beratung

Jennifer Kelch

Auf diesem Bild sieht man Jennifer Kelch.

Studiengangskoordination

Gesundheit und Sozialraum
DoCH · Department of Community Health

3. Etage, Raum 3318

Tel. +49 234 77727-792
Fax +49 234 77727-992

Jennifer.Kelchhs-gesundheit "«@&.de

Präsenztermine der nächsten 3 Semester

Direkt zum Download (PDF)

GuS im Hochschulmagazin

Lehren und Forschen im Stadtteil

Gleich vom ersten Semester an verlegen die Studierenden des Studiengangs ‚Gesundheit und Sozialraum‘ Teile ihres Unterrichts in den Bochumer Stadtteil Wattenscheid. Eine Erfolgsgeschichte, die längst auch umliegende Städte fortschreiben möchten.

Profil und Inhalte des Studiums

Fragestellungen im Kontext von Gesundheit und Sozialraum beschäftigen sich mit den Lebensbedingungen in Sozialräumen. Mit dem Ziel passgenaue Konzepte zur Förderung von Gesundheit und Chancengleichheit zu entwickeln wird untersucht, wie und wo Menschen wohnen, lernen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen und wie sich dies auf ihre Gesundheit und Lebensqualität auswirkt.

Dabei wird analysiert wie Gesundheits- und Versorgungsangebote vor Ort gestaltet sind und ob ein gleichberechtigter Zugang für alle Menschen möglich ist. Dazu werden insbesondere die vorhandenen Ressourcen und Bedarfe von einzelnen Personen und Gruppen in den Blick genommen, die sich zum Beispiel durch gemeinsame Merkmale wie Alter und Geschlecht, gesundheitliche Beeinträchtigungen und Behinderungen sowie durch einen gemeinsamen Wohnort oder gemeinsame Interessen definieren lassen.

So entsteht an der Schnittstelle von Gesundheit und Sozialraum ein innovatives Arbeitsfeld, das mit der Entwicklung und Umsetzung neuer Versorgungskonzepte und mit dem Bedarf eines entsprechend ausgebildeten Personals einhergeht. Dies zeigt sich derzeit z.B. durch den bundesweiten Aufbau von Versorgungszentren und Gesundheitskiosken sowie der zunehmenden Etablierung des Berufsbilds ‚Community Health Nursing‘ in Deutschland.
Gleichzeitig bietet der Sozialraum einen spannenden Ansatz um Gesundheit in und mit verschiedenen Politikfeldern zu verfolgen und StadtGesundheit konsequent zu verfolgen.

Absolvent*innen des Studiengangs Gesundheit und Sozialraum sind dazu in der Lage bestehende Ansätze und Konzepte zur Sozialraumgestaltung wissenschaftlich fundiert aus einer gesundheitsorientierten Perspektive zu erweitern und in aktuellen und zukünftigen Handlungsfeldern zur Anwendung zu bringen. Der Leitgedanke der gesundheitlichen Teilhabe, Vernetzung und Gesundheit in einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung ist dabei konzeptioneller Grundbestandteil ihrer Arbeit.

Im Studiengang GuS werden Wissen und Kompetenzen zu folgenden Inhalten vermittelt:

  • Wissenschaftliches Arbeiten, Methoden der sozialraumbezogenen Gesundheitsforschung, Projekt- und Qualitätsmanagement
  • Gesundheitskommunikation und Beratungskompetenz
  • Soziologie des Sozialraums
  • Kommunale Planung, Sozialraumgestaltung und Teilhabe
  • Digitalisierung in der gesundheitlichen Versorgung, Medizinische Informations- und Assistenztechnologien
  • Grundlagen der Gesundheitswissenschaften
  • Gesundheitspsychologie über die Lebensspanne, Gerontologie und Geriatrie
  • Rechtliche Grundlagen des Gesundheitssystems
  • Gesundheitsökonomie, Gesundheitswesen und Gesundheitswirtschaft

Perspektiven nach dem Studium

Absolvent*innen des Studiengangs Gesundheit und Sozialraum arbeiten u.a. in kommunalen Ämtern und Einrichtungen der gesundheitlichen Versorgung, bei Krankenkassen und Wohlfahrtsverbänden, in Beratungsstellen sowie in der Wohnungswirtschaft in den folgenden möglichen Aufgaben- und Tätigkeitsfeldern:

  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Quartiersentwicklung und Quartiersmanagement
  • Lots*innen im Sozialraum
  • Community Health Nursing
  • Eingliederungshilfe
  • Gesundheits- und Sozialberatung
  • Teilhabe- und Pflegeberatung
  • Frühe Hilfen und Unterstützungsdienste
  • Case- und Entlassmanagement
  • Senior*innenarbeit
  • Kinder- und Jugendarbeit
Das sind DoCH schöne Aussichten!

Mögliche Master-Studiengänge an der HS Gesundheit für GuS-Absolvent*innen:

Besonderheiten im Teilzeit- bzw. berufsbegleitenden Studium

Das Blended-Learning-Format im Teilzeit- bzw. berufsbegleitenden Studium bietet ideale Voraussetzungen zur Vereinbarkeit von Studium, Beruf sowie Care- bzw. Sorgearbeit.
Blended-Learning bedeutet, dass sich Präsenztermine und E-Learning-Phasen abwechseln und aufeinander Bezug nehmen. Präsenzlehre findet in jeweils drei Wochenendblöcken (am Freitagnachmittag und Samstag) sowie im Rahmen einer Präsenzwoche pro Semester statt. Die Präsenztermine werden mindestens zwei Semester im Voraus geplant und bekanntgegeben. Eine Übersicht der anstehenden Präsenzzeiten finden Sie hier.

In den E-Learning-Phasen werden Studieninhalte über die hochschuleigenen Lernplattform Moodle zur Verfügung gestellt und mit Arbeitsaufträgen versehen. Hierbei handelt es sich z.B. um Videos aufgezeichneter Lehrvorträge, Fachtexte, Skripte und Lernaufgaben, die zeitlich flexibel bearbeitet werden können. Die Lernplattform bietet den Studierenden außerdem Möglichkeiten zum Austausch sowie zur Zusammenarbeit. Vereinzelt werden in den E-Learning-Phasen zusätzliche Online-Lehrveranstaltungen angeboten. Diese werden von den Lehrenden jeweils in Absprache mit den Studierenden terminiert.

Zu Beginn des Studiums werden die Studierenden im Umgang mit der Lernplattform sowie dem E-Learning-Angebot geschult. Besondere Vorkenntnisse sind daher nicht erforderlich. Bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit dem E-Learning steht ein extra für den Studiengang zuständiger Support durch E-Tutor*innen zur Verfügung. Selbstverständlich werden die Studierenden auch von den Lehrenden individuell begleitet und betreut.

Ist der Studiengang der richtige für mich?

Das Studienangebot richtet sich an Personen, die über eine abgeschlossene Ausbildung in einem gesundheitsbezogenen Beruf verfügen.

Das Bachelorstudium in Gesundheit und Sozialraum bietet die Möglichkeit einer akademischen Qualifizierung, die sowohl auf die vorhandene Ausbildung als auch auf die jeweiligen beruflichen und individuellen Erfahrungen aufbaut. Es eröffnet die Möglichkeit, aktuelle Fragestellungen sowie konkrete Probleme und Gestaltungsaufgaben aus Alltag und beruflicher Praxis wissenschaftlich zu bearbeiten. Die Studieninhalte lassen sich direkt an die jeweiligen Lebens- bzw. Arbeitswelten der Studierenden anknüpfen. So können Studierende ihre Kompetenzen sowohl berufsbegleitend als auch unabhängig von einer aktuellen Beschäftigung weiterentwickeln.

Der Studiengang ist der richtige, wenn Sie:

  • Eine akademische Qualifizierungsmöglichkeit suchen, die auf Ihre Ausbildung aufbaut
  • Das Studium sinnvoll mit bisherigen beruflichen Erfahrungen kombinieren möchten
  • Aktuelle und künftige Wandlungsprozesse im Gesundheitswesen mitgestalten möchten
  • Einen Beitrag zur Gestaltung gesundheitsfördernder Lebenswelten leisten möchten
  • Quartiersnahe und bedarfsorientierte Versorgungskonzepte entwickeln möchten
  • Gesundheitliche Teilhabe und Chancengleichheit fördern möchten
  • Interesse an kleinen Lerngruppen mit intensiven Austauschmöglichkeiten haben
  • Gerne zeitlich flexibel und mit Hilfe von digitalen Inhalten und Formaten lernen
  • Interesse daran haben an der Gestaltung und Etablierung eines innovativen Handlungs- und Tätigkeitsfelds in der gesundheitlichen Versorgung mitzuwirken

Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen

Die formalen Voraussetzungen für das Studium sind übersichtlich für Sie zusammengestellt. Bitte klicken Sie unten (oder hier) auf "Formale Voraussetzungen auf einen Blick"​​​​​​​

Persönliche Voraussetzungen

Für ein erfolgreiches Studium ist neben dem fachlichen Interesse an sozialräumlichen und gesundheitsbezogenen Themen auch die Neugier an technischen Möglichkeiten und Innovationen im Rahmen der Gesundheitsversorgung erforderlich. Zudem ist eine Affinität zu digitalen Medien sowie ein geübter Umgang mit digitalen Anwendungen und Plattformen von Vorteil für das Studium im Blended-Learning-Format. Von unseren Studierenden erwarten wir außerdem ein hohes Maß an Engagement sowie die notwendige Disziplin und Selbstständigkeit, die ein Teilzeit- bzw. berufsbegleitendes Studium benötigt.

Fragen?

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