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Auf diesem Foto ist der Innenhof des Hauptgebäudes der hs Gesundhet abgebildet. Der Innenhof hat eine große Grunfläche und ein paar Bäume.

Workshops zum Thema Lese-Rechtschreibstörung

Kategorie:DAG Pressemitteilung

Der Studiengang Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) bietet jeweils einen Online-Workshop für Lehrer*innen am 17. Juni 2020 und einen für Kooperationspartner*innen der hsg Bochum am 19. Juni 2020 an, in dem es um das Thema Lese-Rechtschreibstörung geht.

Immer mehr Kinder und Jugendliche weisen Probleme beim Lesen und Schreiben auf. Wenn sich diese Schwierigkeiten ausprägen, wird von einer ‚umschriebenen Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten‘ gesprochen, die auch mit den Begriffen Lese-Rechtschreibstörung und Entwicklungsdyslexie bezeichnet wird.

„Die LRS kann sich auf verschiedene Fächer ausweiten und unerkannt zu einem verminderten Lernerfolg führen. Diese sogenannte Lese-Rechtschreibstörung ist eine umschriebene Entwicklungsstörung und beinhaltet sowohl den Bereich der Lesekompetenzen als auch den der Rechtschreibkompetenzen. Schwierigkeiten zeigen sich zum Beispiel darin, dass das Lesetempo deutlich verlangsamt und das Lese-Sinn-Verständnis stark beeinträchtigt ist“, erläuterte Dr. Nicole Ramacher-Faasen, Vertretungsprofessorin im Studiengang Logopädie der hsg Bochum.

Auch das vermehrte Auftreten von so genannten Flüchtigkeitsfehlern und Rechtschreibfehlern, besonders beim freien Schreiben, können auf eine Lese-Rechtschreibstörung hinweisen. Betroffene Kinder und Jugendliche sind im Schulkontext mehr gefordert und zeigen neben der LRS oftmals auch eine Lernunlust oder Verhaltensprobleme. „Daher ist es besonders wichtig, dass das Vorliegen dieser Lernstörung frühzeitig erkannt wird, um individuelle Fördermöglichkeiten einleiten und mit geeigneten Maßnahmen die Lernentwicklung unterstützen zu können“, so Ramacher-Faasen.

Die beiden Workshops werden zielgruppenspezifisch auf den jeweiligen Kontext der Berufsgruppe ausgerichtet. Ramacher-Faasen: „Lehrer*innen sind im schulischen Kontext bei großen Klassengrößen besonders gefordert und es ist daher wichtig, dass Kinder mit einer Lernschwäche frühzeitig erkannt werden und durch Lehrer*innen gezielt unterstützt werden können. Für unsere Kooperationspartner*innen des Studiengangs wollen wir gerade in der Zeit der Corona-Krise zusätzliche praxisrelevante Angebote schaffen. In beiden Online-Workshops geht es um eine gezielte Wissensvermittlung mit hohem Praxisbezug. Bei Bedarf würden wir das Angebot perspektivisch auch gerne ausweiten.“

Die Diplom-Sprachheilpädagogin Nicole Ramacher-Faasen hat sich auf das Thema LRS spezialisiert. An der hsg Bochum baut sie gemeinsam mit Prof. Dr. Sylvia Costard, Leiterin des Studienbereichs Logopädie, im Rahmen des Projekts 'Lesen-RechtSchreiben-Studieren!' (L-R-S!) ein Beratungs- und Unterstützungsangebot für Studierende mit (Verdacht auf) eine LRS auf.

Die Termine:
Digitaler Workshop ‚Umgang mit LRS, Lese-Rechtschreibstörung, Entwicklungsdyslexie im schulischen Alltag‘ für Lehrer*innen, 17.06.2020 von 16:00 bis 18:00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier geht es zur Anmeldung.

Digitaler Workshop ‚Umgang mit LRS, Lese-Rechtschreibstörung, Entwicklungsdyslexie im logopädischen Praxisalltag‘ für Kooperationspartner*innen der hsg Bochum, 19.06.2020 von 16:00 bis 18:00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier geht es zur Anmeldung. Nicole Ramacher-Faasen wird den Kurs in Kooperation mit Silvia Gosewinkel (Praxiskoordinatorin an der hsg Bochum) und Kirsten Hirsch (wissenschaftliche Mitarbeiterin an der hsg Bochum) leiten.

Wie kann man frühzeitig erkennen, ob Kinder Probleme beim Lesen und Schreiben aufweisen? Foto: hsg Bochum/Jürgen Nobel
Wie kann man frühzeitig erkennen, ob Kinder Probleme beim Lesen und Schreiben aufweisen? Foto: hsg Bochum/Jürgen Nobel

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